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Senftenberg: „Mit Bikini rein, ohne wieder raus“ - Märkischer Bote
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Senftenberg: „Mit Bikini rein, ohne wieder raus“

19. Juni 2015 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Senftenberg |

Senftenberg: „Mit Bikini rein, ohne wieder raus“

Die richtige Lösung zu unserem letzten Rätselbild lautete B. Zu sehen war der Seestrand in Großkoschen

Tonnenweise Ostseesand für Koschener Strand / Nixe mit Schlagseite:

Unser letztes Rätselbild zeigte en Strandabschnitt Großkoschen. Lösung B war demnach richtig. Das wusste auch Ulrike Ziebal. Sie schreibt: „Ich erinnere mich noch gut an die Eröffnungsfeier am 1. Juni 1973. Gemeinsam mit meinen Klassenkameraden waren wir dabei, als der erste Strandabschnitt übergeben wurde. Viele von uns arbeiteten damals als Rettungsschwimmer und besetzten die auf dem Bild erkennbaren Wachtürme von früh bis spät. Es war eine tolle Zeit und wir waren sehr stolz auf unseren See. Zu jener Zeit gab es zwar noch kaum Fische, aber der Spruch, dass man wegen des sauren Wassers mit Bikini rein gehen und ohne wieder heraus kommen würde, war ein Gag, den man gerne mit einem Augenzwinkern erzählte. Da rund um den See noch keine weiteren Strände existierten, war es natürlich in Koschen immer entsprechend belebt, wie man auf dem Bild ja auch gut sehen kann.
Seit damals ist viel Neues entstanden und auch ohne Strandkörbe kann man sich auch heute dort wunderbar erholen.“
„Die Aufnahme stammt etwa aus den 1970er-Jahren. Im Hintergrund ist der Rettungsturm der Wasserwacht zu erkennen. In dem dahinter liegenden
Wald entstand ein Campingplatz, der sich bis heute zum Familienpark mit vielen Einrichtungen wie Sanitärgebäude, Gaststätte, Wassersportzentrum, Ausleihstationen für Fahrräder und so weiter mauserte. Links im Bild befindet sich nunmehr das allerseits beliebte Amphitheater. Die Idee, den ausgehohlten Tagebau Niemtsch als See für Naherholungszwecke zu gestalten, bestand schon weit vor Tagebaueinstellung. Deshalb wurde im Bereich Großkoschen der Grubenrand flach abgebaggert, um ein strandähnliches Gebilde entstehen zu lassen. Der Großkoschener Strand wurde tonnenweise mit Ostseestrand überdeckt“, so Helmut Stephan.
Auch Rudolf Sufa erinnert sich noch gut an den Großkoschener Strandbereich: „Er wurde 1974 zum Baden freigegeben. Die Eröffnung der Strandpromenade war an einem schönen Sommertag. An diesem Tag habe ich auch mit meiner 12-jährigen Tochter gebadet. Ich hatte das Glück einen Strandkorb zu bekommen, die es damals noch gab. Man musste sich einen Schlüssel holen gegen Bezahlung und Leihgebühr. Jeder Strandkorb war mit einem Holzgitter verschlossen. Den Schlüssel bekam man an dem kleinen Strandhäuschen. Da war auch ein Raum für die Rettungsschwimmer und dahinter ein Imbissstand. An den Stränden waren alle einige hundert Meter etwa ein Wachturm aus Metall, von wo aus man weit auf den See schauen konnte. Die Schräge zum Wasser war vorher von einer Planierrampe geschoben worden, weil Böschen zu steil gewesen wären. Man konnte im Wasser etwa fünfzig bis sechzig Meter gehen, dann ging es ganz steil in die Tiefe, was für Nichtschwimmer sehr gefährlich war. Der zweite Strand war in Niemtsch freigegeben, soweit ich mich entsinne. Dort gab es keine Steilufer. Man konnte gleich baden. Buchwalde ist heute noch wenig zum Baden geeignet. Der Senftenberger Strand wurde nach und nach, etappenweise fürs Baden zugänglich gemacht. Boote und Segelschiffe wurden auch auch nach und nach zahlreicher am Niemtscher Strand. Es gab auch anfangs ein kleines Schiff, das den Namen Nixe hatte. Es ist dann mal mit Schlagseite unter gegangen. Seit Jahren haben wir hier am See die Santa Barbara. Inzwischen ist ein neues Schiff angekommen.“
Auch Dieter Probst, Dagobert Nowatzki und Gertrud Schubert wussten die richtige Lösung. Unsere Preußenkarte im Format
62,5 x 45 cm geht diesmal an Ulrike Ziebal. Der Gewinn wird auf dem Postweg zugestellt.
Herzlichen Glückwunsch!




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