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Spremberg. Blick aus dem Stadtpark auf die Stadt - eine kostbare „Perle der Lausitz“ - Märkischer Bote - Märkischer Bote Spremberg. Blick aus dem Stadtpark auf die Stadt - eine kostbare „Perle der Lausitz“ - Märkischer Bote Spremberg. Blick aus dem Stadtpark auf die Stadt - eine kostbare „Perle der Lausitz“ - Märkischer BoteMärkischer Bote
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Spremberg. Blick aus dem Stadtpark auf die Stadt - eine kostbare „Perle der Lausitz“

Spremberg. Blick aus dem Stadtpark auf die Stadt - eine kostbare „Perle der Lausitz“
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Spremberg. Blick aus dem Stadtpark auf die Stadt – eine kostbare „Perle der Lausitz“

4. September 2010 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Spremberg |

Spremberg. Blick aus dem Stadtpark auf die Stadt - eine kostbare „Perle der Lausitz“

Forster Brücke und die alte "Totenschänke"
Wo des Dichters Mutter einkehrte und Erwin Strittmatter seine erste Jugendliebe umschwärmte
Manfred Gnida schreibt uns: „Vom Georgenberg bietet sich ein hervorragender Blick auf die im Tal gelegene Stadt mit dem historischen Altstadtkern auf der Spreeinsel. Diese Ansicht auf dem Foto hatte man von der Westspitze des heutigen Stadtparks. Viele markante Gebäude sind auf dem Bild zu sehen, die heute nicht mehr vorhanden sind. So zum Beispiel das kleine Haus am vorderen Bildrand, welches vielen als „Totenschänke“ in Erinnerung geblieben ist, die Gebäude links hinter der Forster Brücke, wo sich lange Zeit die Polsterei Fruhner befand, und auch die Ansicht des Kombinats Schwarze Pumpe im Hintergrund sind Legende. Vieles hat sich zwischen dieser Aufnahme und der heutigen Zeit verändert. Wo einst das kleine Gasthaus stand, ist heute ein Griechisches Restaurant, in der Villa im Anschluß, die früher dem Tuchfabrikanten Levy gehörte, findet man die Volkssolidarität und links hinter der Forster Brücke, über der Kleinen Spree, befindet sich ein sanierter Wohnblock. Noch nicht zu erkennen ist die Bebauung des Marktplatzes auf der Süd- und Nordseite. 1964 wurden Gebäude an der Ostseite des Marktplatzes bis zur Forster Brücke abgerissen und es folgte 1964/65 dort unter anderem Wohnungsneubau, wo ehemalige Einwohner des Ortes Gosda eine neue Heimat fanden. Gut zu erkennen ist auch noch der Betonkandelaber in der Mitte des Marktplatzes, welcher am 11. November 2000 durch einen schönen aus Gußeisen ersetzt wurde. Das Arbeiterwohnheim, heute ‘Bürgerhaus’, wurde am 29. April 1974 übergeben. Vergleicht man alles, könnte die Aufnahme gut 50 Jahre alt sein.“
Hans-Joachim Nevoigt weiß: „Ein winterlicher Blick vom alten Georgenberg oder vom Dach der Villa Voß (später Kita „Grete Walter“), Wiesengasse auf die Forster Brücke und die Reste der Altstadt. Die linke Seite der Forster Straße und die Südseite vom Marktplatz war komplett zerstört. Die Ruinen sind schon weggeräumt. Die rechte Seite der Forster Straße von der Ecke Pfortenstraße (Fleischerei Kadach) bis Café Nowka (HOG „Stadtcafé) ist stehen geblieben. Bis zur Ecke Tullich am Marktplatz war alles weg. (Möbel, Fiedler, Fisch-Kappler, Zigarrenhandlung Kuhle). Diese Marktseite von Tullich bis zum Hotel „Zur Sonne“ über die Badergasse hinaus gab es ebenfalls nicht mehr; Feinkost-Franke, Pelzgeschäft Schmelzer, Gaststätte Krüger, Drogerie Zimmermann und C. F. Sebisch Buchdruckerei u. -handlung, Verlag „Spremberger Anzeiger“, der Betrieb ging bis zur Seiler-Gasse. Der Rest der linken Seite der Forster Straße ist hier zu sehen, die Tischlerei von Weidling, das Wohnhaus dazu war auch ganz geblieben. Daneben Musikhaus Mrosk war auch zerstört, Hinterhaus Druckerei Mrosk wurde von Artur Schlegel weiter betrieben bis zum Abriß für den heutigen Wohnblock. Dort war früher auch nur Gewerbe. Fahrradhandlung Wünsche, Gastwirtschaft Stertz, Dekorateur Schäfter, Bekleidung alter Kordon, Einheitsgeschäft Fiedler (früher Hotel „Drei Kronen“), Gemüseladen Frieda, Fahrradhandlung Feiertag (vorher „Deutsches Haus“), die zwei Frisöre Kunze und Budich. Das Eisenwarengeschäft Pflug gehörte schon zum Markt. Das große Haus in der rechten Bildecke vom Bauunternehm Mittag beherbergt heute die „Volkssolidarität“.
Gerhild Herrmann schreibt: „Das Bild dürfte von der Westseite des Georgenberges, wahrscheinlich von demAussichtspavillon dort, entstanden sein. Deutlich erkennbar ist ein Teilstück der Georgenstraße, des kleinen Spreearms im Brückenbereich, der Pfortenstraße sowie im oberen linken Bildbereich das Areal des Marktplatzes mit Rathaus und Rathausturm. Am unteren rechten Bildrand, das kleine Gebäude, war die ehemalige Gaststätte „Georgenberg-Quelle“, im Volksmund einst „Totenschänke“ genannt. Vor dem Kriege führte der Weg bei Bestattungen über die Georgenstraße zum Georgenbergfriedhof. Auf dem Rückweg wurde dann hier der „Totenschmaus“ abgehalten. Hier kehrte bei ihren Stadtbesuchen auch die Mutter des Schriftstellers Erwin Strittmatter ein. Es fiel dem Abriss zum Opfer. Das große Gebäude daneben gehörte Familie Levy. Auch dieses Gebäude ist im Zusammenhang mit Erwin Strittmatter zu erwähnen. In diesem Hause wohnte, während seiner Gymnasialzeit in Spremberg, seine erste Jugendliebe. Das Gebäude ist noch vorhanden. In der Mitte, Ecke Georgenstraße/ Pfortenstraße, das alte Eckgebäude der Fleischerei Kadach. Aufgrund der großen Grünflächen um den Marktplatz dürfte das Bild erst nach Abriss des Trümmerfeldes infolge der Kriegsschäden ungefähr in den 50-er Jahren entstanden sein.“




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