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Spremberg: Der Stadtbahnhof - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Spremberg: Der Stadtbahnhof

21. Juni 2008 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Spremberg |

Spremberg: Der StadtbahnhofStadtbahnhof mit Leiterkarren
Aus der Leserbriefmappe können wir zitieren.
Norbert Fertig rief uns an: „Auf dem Foto ist der ehemalige Stadtbahnhof zu sehen. Dort steht jetzt das Spremberger Hallenbad. Hinter dem Gebäude links sind die Gleise gewesen, und der Schornstein rechts gehört zum alten Pressstoffwerk, was später die Sprela-Werke wurden.“
Erna Geske erzählte am Telefon: „Ich bin in Spremberg zur Schule gegangen und habe dort meine Lehre gemacht. Dann kam ich erst 1946 wieder nach Spremberg und habe in dem Geschäft gearbeitet. Das hieß zu dem Zeitpunkt ‘Futter-Richter’. Es war ein Futtermittelgeschäft, die Rampe ist noch auf dem Bild zu sehen, die Futtermittel wurden über diese Rampe verkauft. Später war es die ‘Bereitstellungsgesellschaft’ für Bauern aus der Umgebung, die dort ihre pflanzlichen Produkte wie Getreide usw. abgegeben haben. Es gab drei Besitzer: Herrn Kieschke, Herrn Menzel und Herrn Richter.“
Dieter Herrmann schreibt: „Dieser Gebäude- und Lagerkomplex stand einstmals unmittelbar am Rande des vor Kriegszeiten benannten Roßplatzes, zu DDR-Zeiten war es der Alexander-Puschkin-Platz. Die Aufnahme könnte vor 1945 entstanden sein. Sehr eindrucksvoll die an den Wagen angebrachten Holz-Speichenräder mit Eisenreifenbeschlag und die Bauweise der Wagen in ihrem gesamten Erscheinungsbild. Meine Erinnerungen an diesen Gebäudekomplex beginnen ab dem Jahr 1956. Zur dieser Zeit arbeitete ich in den großen Schulferien als Transportarbeiter beim Güterkraftverkehr ‘Schwarze Pumpe’ und verdiente mir so etwas Taschengeld. Dort, wo am linken Bildrand die Pferde zu erkennen sind, befand sich die Be- und Entladerampe mit dem Ladeschleusentor. Ein großes zweiflügeliges Holztor, welches sich auf Eisenrollen auf einer Führungsschiene bewegte. Weiter links, auf dem Bild nicht zu sehen, befand sich ein Lokschuppen, der zur ehemaligen Stadtbahn gehörte. Ausfahrten der Lokomotive und die sich im Umfeld ergebenden Rangierarbeiten der Waggons auf dem verzweigten Schienennetz waren immer sehr interessant.
Nach Liquidation der bäuerlichen Versorgungseinrichtungen wechselten in unterschiedlicher Reihenfolge deren Nutzer und Handelsbranchen. Im oberen Stockwerk des Gebäudes war eine Wohnungseinheit vorhanden.
Hingegen waren die ebenerdig gelegenden Räume später Büro- bzw. Verwaltungsräume. Sie wurden in der Folgezeit u.a. von der ‘Letex’, der Genossenschaft des leder- und textilverarbeitenden Handwerks, aber auch als Ausweichsmöglichkeit der BHG, später BayWa genutzt.“
Hans-Joachim Nevoigt ergänzt: „Wir sehen den Stadtbahnhof in voller Geschäftstätigkeit. So einen Wagen kann man noch im Original auf der Museumswiese am Schloss ansehen. Die zweirädrige Karre war eine fahrbare Schrotleiter zum Fässer aufladen.“




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