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Spremberg: Die Stadtbahn folgt den Soldaten

22. November 2013 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Spremberg |

Spremberg: Die Stadtbahn folgt den Soldaten

Die Soldaten marschieren auf der ehemaligen Bautzener Straße, heute Karl-Marx-Staße, in Richtung Trattendorf. Die Stadtbahn half vielen Lesern beim Orientieren

Infanterie-Regiment von Kindern begleitet / Letzter Gleisanschluss
Das Bild der verangenen Woche zeigte eine Gruppe Marschierender. Norbert Fertig, Helga Reichstein und Giesela Mildner waren sich  sicher: Die Soldaten marschieren in Richtung Südbahnhof, also Trattendorf. Zu sehen war auf dem Bild die heutige Karl-Marx-Straße. Gisela Mildner schreibt: „Mir ist die Straße wohl bekannt. Ich bin hier viel entlang gegangen. Zur Zeit der Aufnahme des Fotos hieß die Straße noch Bautzener Straße.“
Die Bahn im Hintergrund ließ nur einen kleinen Spielraum , dieAufnahme zeitlich einzugrenzen. So notiert  Helga Reichstein: „Ich kann zwar nicht genau sagen aus welchem Jahr das Foto stammt, aber auf jeden Fall wurde die Bahn 1957 eingestellt. Also muss das Foto älter sein.“ Horst Tenschert und Ekkehard Schicketanz ordnen das Bild noch viel früher ein, nämlich um 1914/15.  „Zu der Zeit war Spremberg Garnisonsstadt. Es könnten Soldaten des Infanterie-Regiments 52 sein, die damals in Spremberg stationiert waren. Die Stadtbahn transportierte die Kohlewagons zu den Fabriken. Jede Fabrik hatte einen Gleisanschluss die Kohlewagons wurden am Südbahnhof von der Normalspur auf die Schmalspur der Stadtbahn umgesetzt, um sie zu ihren Bestimmungsorten zu transportieren. Der Gleisanschluss bei Goslaus ist heute noch zu sehen“, mailt Horst Tenschert.
Gisela Mildner ergänzt: „Bei der Stadtbahn hieß es immer ‘Vorsicht’ für die Fußgänger“.
„Rechts sieht man die Gärtnerei am Knappenweg, rechts müsste die heutige Alma-Riedel-Straße abgehen“, schreibt Norbert Fertig weiter. „Die Läden der Häuserzeile haben gewechselt“, berichtet Gisela Mildner.
„Die Häuser stehen zum Teil alle noch. Nur im Vordergrund auf der rechten Seite hinter dem Eckhaus ist jetzt eine unschöne Ruine, die aber nicht durch Kriegseinwirkungen entstand. Das ist ein Stück altes ‘Algier’, wo die ‘Algeraner Messerstecher’ gewohnt haben sollen“, schreibt Ekkehard Schicktanz. Und Horst Tenschert erinnert sich: „Auf dem Bild links das eingezäunte Grundstück war Goslaus. Ich glaube, es ist der einzige Gleisanschluss  in Spremberg, der von der Stadtbahn geblieben ist. In dem Haus rechts, die Nummer 63, da
waren die Fleischerei Klarius und der Friseur Lüderitz. Das Haus wurde 2013 um-  und ausgebaut, die ehemaligen Geschäfte sind jetzt Wohnungen.“ „Und am Telegrafenmast befindet sich seit Jahren der Pavillion der Gärtnerei Jahr“, ergänzt Gisela Mildner.
Vielen Dank allen Ratefreunden! Als Gewinner haben wir Ekkehard Schicketanz gezogen. Herzlichen Glückwunsch!




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