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Spremberg: Rüben im Waggon - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Spremberg: Rüben im Waggon

26. April 2008 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Spremberg |

Spremberg: Rüben im WaggonBahn fuhr durch vom Tagebau zerstörte Orte
Das beeindruckende Foto von Siegmar Kordian hat so viele Erinnerungen ausgelöst. So schreibt uns Hans-Joachim Nevoigt: „Wir sehen den Westbahnhof der Deutschen Reichsbahn vor Kriegsende. Die Bahnlinie führte durch Orte des Kreises, die es heute durch den Kohleabbau nicht mehr gibt. Der erste Ort war Roitz, dann Jessen, Gosda und Haidemühl. Die Strecke Görlitz-Cottbus war durch die Sprengung der Spreebrücke vor Cottbus entwertet worden. Solche großen Beeinträchtigungen gab es an dieser Strecke nicht. Die Brücke über die Straße nach Cottbus in Cantdorf war ganz geblieben. Die Besetzungsmacht wollte natürlich die Kriegsbeute und die Reparationen schnell abtransportieren. Auch der Kriegsschrott wurde am Westbahnhof verladen. Als diese Vorhaben abgewickelt waren, wurde die Bahnlinie ebenfalls demontiert.“ Und auch Dieter Herrmann schreibt wieder sehr ausführlich: „Nach Kriegsende fuhr ich oftmals mit meiner Mutter mit dieser Bahn nach Roitz, in der Einrichtung des späteren ‘Volksgutes’ war meine Tante als Heimleiterin tätig. Zweck dieser Reise waren immer die damals bekannten Hamstertouren. Essen und Trinken waren äußerst knapp, gerade deshalb war im ‘Volksgut’ immer was zu holen: Zuckerrüben, Kartoffen, Möhren… wurden auf den Waggons an schwer erkennbaren Stellen deponiert. Anfangs wurden die Transporte auch vom russischen Militär kontrolliert. War man mit dem Zugpersonal bekannt, gab es auch einen Zustieg auf freier Strecke. Mit Ende des Bahnbetriebes, etwa Mitte der 50er-Jahre, übernahm der Kraftverkehr Schwarze Pumpe das Gelände. Die Gleisanlagen wurden Abstellflächen für LKW und Traktoren. Leider nicht mehr auf dem Bild links erkennbar ist das Taxiunternehmen des sehr bekannten Musikers Max Adolf. Wer erinnert sich nicht gern an die Auftritt seiner Kapelle ‘Teddys“ im Haus der Jugend?
Dort, wo sich heute die neuen Sprela-Produktionsanlagen befinden, waren einst blühende Wiesen und eine Weidenruten-Zucht und Fichtenbestände. Hier verdiente ich mein Taschengeld mit dem Schneiden von Weidenruten.
Deutlich erkennbar am oberen Bildrand sind auch das Wohn- und Geschäftshaus sowie die Produktionsanlage des ehemaligen Schlachthofes mit Schornstein und weiteren Produktionsstätten.“




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