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Spremberg: Schule am Kirchplatz - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Spremberg: Schule am Kirchplatz

19. Mai 2012 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Spremberg |

Spremberg: Schule am KirchplatzUnterricht mit Taschentuch / Spremberger erinnern sich an ihre Schulzeit am Kirchplatz
Marianne Urban rief an : „Das Bild zeigt in Spremberg die ‚Kleine Karl-Marx-Schule‘, sie war aber gar keine kleine Schule. Sie wurde von uns nur so genannt. Ich bin dort 1955 eingeschult worden. Das Bild müsste aber noch älter sein. Das ist die Gasse von der Kreuzkirche am Pfarrgarten vorbei Richtung ‚Burglehn‘ und Pfortenplatz. Unsere Lehrerin war Fräulein Schnorr -‚ die hat am Kopf hinten Augen‘ wurde uns angedroht. Sie war ein strenges betagtes Fräulein mit Dutt und lebte mit einer Fräulein Jeannette zusammen, ebenfalls Lehrerin. Wir sind noch mit Schiefertafel und Griffel in die Schule gegangen, später gab es Bleistifte und dann Feder mit Tintenfass. Ein großer Ofen stand im Schulzimmer, der in der kalten Jahreszeit angeheizt werden musste. Ganz wichtig bei Fräulein Schnorr war das akkurate Sitzen und das frische Taschentuch – wir mussten immer damit wedeln, bevor der Unterricht begann. Ich ging hier bis zur 4. Klasse und danach in die Karl-Marx-Oberschule, heute Spreegymnasium. Wir hatten eine A- und B-Klasse. Unsere B-Klasse hatte vorige Woche erst ein Klassentreffen. Wir waren damals ungefähr 28 Kinder in der Klasse.
Übrigens hat mir bei der Lösung des Rätselbildes der Name der Einsenderin geholfen. Frau Ruth Wegner war auch Lehrerin an der Schule.“

Zum Kirchplatz schreibt Manfred Gnida: „Historische Bauten der Altstadt erinnern an vergangene Zeit ihrer Nutzung. Heute kann man noch viele sanierte Gebäude an dieser Stelle in alter Schönheit betrachten. Einige Häuser der Stadt sind leider dem Schicksal überlassen worden. Erfreulich ist, dass die sanierten und renovierten Gebäude ihrem Denkmalschutz erhalten blieben und sie mit teilweise neu entstandenen Bauten ein Altstadtbild schaffen. Der Kirchplatz mit seinen Gebäuden ist ein historischer Ort im Altstadtkern und da kann man heut noch die abgebildeten Häuser wie im Foto ersichtlich finden. Mit der Zeit gab es Veränderungen, aber der Grundstil der Häuser dieser Aufnahme vom Anfang des 19. Jahrhunderts blieb erhalten. Markante Bauten rund um den Kirchplatz haben ihre eigene Geschichte mit historischem Wert. Die Kreuzkirche als Namensgeber des Platzes, aber auch die Sorbische Landkirche, genannt auch Wendische Kirche, die ehemalige Amalienschule mit ihrer späteren unterschiedlichen Nutzung sowie das älteste Wohnhaus sind Beispiele dafür. Das älteste Wohnhaus soll schon im 17. Jahrhundert errichtet worden sein und dieser Fachwerkbau, an der Grenze zur Burgstraße, lag direkt an der damaligen Stadtmauer. Das Gebäude im Hintergrund und seine frühere Nutzung ist vielen älteren Bürgern noch bekannt oder haben dort noch gelernt. 1927 wurde die Städtische Berufs- und Handelsschule hier am Kirchplatz gegründet und bis 1929 voll ausgebaut. In dieser Zeit begann auch die Einführung der Berufsschulpflicht für weibliche Jugendliche. Private Investition unter Einhaltung des Denkmalschutzes sorgte später für die Sanierung des Hauses zum Wohn- und Geschäftshaus. Ein alter Anbau an der Nordseite wurde abgerissen und das Haus bekam seine alte Form zurück und wird heute als Wohnhaus und zwei darin befindliche Arztpraxen genutzt. Meiner Tochter diente dieses Haus viele Jahre als Arbeitsstätte in den modernen Räumen mit einem erinnerungsreichen Arbeitsteam.“
Petra Schwartze schreibt: „Das Suchbild könnte aus dem Fotoalbum von Lehrer Kleinadel stammen. Es ist die Schule, in die auch 1937 mein Vater eingeschult wurde. Lehrer Kleinadel ist zur damaligen Zeit auch als Heimatforscher bekannt gewesen. Jetzt befindet sich in diesem Haus die Praxis der Augenärztin Marina Noack. Im Gebäude, rechts auf dem Bild, war bis nach dem Krieg die Stadtbibliothek untergebracht.“
Hans Joachim Nevoigt schreibt: „Eine alte Aufnahme von Häusern am Kirchplatz. Von der Badergasse kommend gehe ich um das Haus Badergasse 7 (früher im Besitz der Grube Brigitta-Spreetal). Dann gehe ich hinter dem Haus des Mieterbundes entlang. Früher die Hilfsschule Pestalozzi-Schule. In dem großen unteren Klassenzimmer hatten im 1. Schuljahr beide Klassen a + b bei Herrn Pohlmann im Jahr 1936 Unterricht. Oben drüber war auch ein großer Klassenraum – die sogenannte Hilfsschule, die nicht ganz soviel Kinder hatte. Lehrer war Herr Rehbeck. Die Gebäude wurden nach der Wende verkauft. Dann kommt wieder ein großes Haus Kirchplatz 5. Früher die wendische Kirche, dann Landeskirche (im Dritten Reich), jetzt Gemeindehaus der evangelischen Kreuzkirchengemeinde. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Dann kommt eine kleine Lücke in der Bebauung. Dort ist der Zugang zum Wohnhaus des Küsters Herr Schnippa. Das 1. Haus im Bild rechts ist auch ein Wohnhaus der Stadt. Unten war die Stadtbücherei bis Kriegsende, oben die zwei Wohnungen der Familien K. Mulde und Familie Wünsche. Heute ist das Gebäude in Privatbesitz. Nach einer kleinen Lücke kommt das dreigeschossige Gebäude. Wieder eine Schule. Nach dem Krieg hieß diese kleine Karl-Marx-Schule. Nach der Wende wurde diese auch verkauft. Jetzt sind hier zwei Arztpraxen im Gebäude. Der ehemalige Schulhof ist jetzt Parkplatz neben der Gaststätte Am Pfortenplatz. Unsere Lehrer in der Schule waren damals die Herren Kantor Schneider, Herr Elsner, Herr Kube, Herr Siede, Herr Prohl. Auf dem Hof hatte die Schule zu DDR-Zeiten noch einen Anbau, der aber wieder abgerissen wurde. Der Schulbetrieb ging noch bis zur Wende.“




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