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Spremberg: Waldheim am „Wilden Wehr“ - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Spremberg: Waldheim am „Wilden Wehr“

26. August 2009 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Spremberg |

Spremberg: Waldheim am „Wilden Wehr“

Waldheim am „Wilden Wehr“

Unsere Leser haben mehrere Lösungen gefunden. Dieter Herrmann: „Es handelt sich um den Spremberger Stausee, genauer um die Bagenzer Seite. Zu sehen ist die Gaststätte in ihren ersten Jahren. Sie wurde baulich erweitert. Sie nennt sich heute ‘Seeterrasse’.“ Norbert Fertig liefert eine weitere Lösungsvariante: „Es könnte das Schwimmbad im Kochsagrund sein. Die Aufnahme könnte aus den 60er Jahren stammen. Die Bäume erinnern an die Gastwirtschaft und den Schwimmmeisterraum.“ Den richtigen Riecher hatte Helga Reichstein: „Es könnte das Walderholungsheim aus den 20er Jahren sein. Hinter dem rechten Fenster könnte sich die Essensausgabe befunden haben.“ Christine Fröhling sieht darin auch „die Kinderkrippe in Zerre. Dort war damals eine Schichtkinderkrippe für die Schichtarbeiter des Kraftwerkes Trattendorf. Drei meiner vier Kinder gingen in diese Krippe, weil ich in Schichten arbeitete. Die Kinder waren dort bis sie drei Jahre alt wurden. Die Strecke bin ich immer mit dem Kinderwagen gelaufen.“
Dies bestätigt Manfred Gnida: „Das Waldheim wurde von der Tuchfirma Sinapius 1925 als Wochenendeausflugsstätte für die Arbeiter erbaut. Von 1945 bis 1955 wurde es als Wohnunterkunft genutzt. Bis 1957 waren es Schulungs- und Unterkunftsräume der Ingenieurschule Cottbus darin. Danach nutzte das Kraftwerk Trattendorf bis 1963 das Haus als Kinderferienlager. Heute sind noch Reste zu erkennen.“ Auch Andreas Lemke erkannte „das Waldheim ‘Wildes Wehr’ in Zerre. Heute kann man noch die Stufen im Wald und eine Informationstafel sehen. Der Tuchfabrikanten Senapius erbaute das Heim Mitte der 20er Jahre für seine Angestellten zur Erholung. Senapius war ein Freimaurer und Humanist. Daher hatte er es von 1933 bis 1945 sehr schwer. Er bekam Aufträge immer als Letzter. Oberhalb des Bungalows hatte er eine Jagdhütte. Den Bungalow verwaltete und bewohnte Familie Fellenberg von 1936 bis 1944. Ab 1941 wohnte auch Martha Tschickert hier. Vergangenen Samstag wurde ein Gedenkstein für ihren Mann Ernst errichtet. Senapius hatte den Mut, sie nach dem Krieg wieder einzustellen. Beide mussten 1935 ins KZ. Ende 1940 wurde Martha entlassen und durfte nach Zerre zu ihrer Tochter (Fellenberg).




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