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Guben: Unsere Station war Calau - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Guben: Unsere Station war Calau

14. Juli 2012 | Von | Kategorie: Bilder aus der alten Neißestadt Guben |

Guben: Unsere Station war CalauWitze als Hauptprodukt / Früher kamen vor allem Schuhe aus Calau
Es gibt hier einen Witze-Weg, einen Schuhmacher, der die Stadt erklärt und eine Schule mit dem Namen Carl Anwandter. All das haben unsere Leser aufgezählt und damit den Ort C) beschrieben – in Calau waren wir angekommen. Bärbel Koschack aus Guben erkannte: „Zu sehen ist der Marktplatz, links das Rathaus“. Darüber weiß Edith Koster aus der Geschwister-Scholl-Straße in Guben viel; sie wuchs hier auf. „Wir hatten das Rathaus vor der Nase. Links von der Treppe war der Ratskeller, rechts die Wohnung vom Stadtpolizisten. Dort war ein vergittertes Fenster. Wir sahen drin die Arrestanten – meist schliefen sie ihren Rausch aus. Gegenüber dem hinteren Giebel war auch eine Gaststätte. Wenn man die Tür öffnete, schnarrte es: ‘Herr Ober, ein Bier!’ Das war der Papagei im Käfig. In der Kirche wurde ich 1939 konfirmiert. Auf dem Markt lief zu meiner Zeit ein Herr mit Schnauzer rum, der hatte immer ‘Kalauer’ parat. Er erklärte mir, dass Calau den größten Markt der Welt hat. Vom Keller bis zur Sonne, gemeint waren Ratskeller und eine Gaststätte namens ‘Sonne’ gegenüber.“
Den Marktplatz-Witz kennt auch Hans-Dieter Pehla aus der Forster Straße in Cottbus. „Als das Hotel ‘Zur Sonne’ noch existierte, war ich als junger Maurer und Putzer am Wiederaufbau des Rathauses beteiligt. Ich mauerte die rechte Giebelseite überm Haupteingang, während unter Leitung des Zimmererpoliers Kurzewa die Tragkonstruktion für einen künftigen Turm eingebaut wurde.“
Gerd-Uwe Lehnigk aus der Calauer Mühlenstraße schreibt: „Der Witzerundweg führt auch über den Markt und macht Besucher mit dem wichtigsten Calauer Exportgut bekannt. Manchmal können Gäste auch den Schusterjungen in Dienstbekleidung begleiten.“ Gleich mehrere Leser schrieben uns diesen Kalauer-Klassiker: Warum ist der Bahnhof so weit weg von der Stadt (2 km)? – Weil die Ratsherren ihn nahe an den Gleisen haben wollten.
Die „Kalauer“ hat übrigens ein Journalist Mitte des 19. Jahrhunderts in der Satire-Zeitschrift „Kladderadatsch“ bekannt gemacht.
Gewonnen hat heute Margitta Bartel aus Forst, die eine aufmerksame Leserin des Märkischen Boten ist und daher über Anwandter Bescheid wusste.




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