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Wo die Spreewaldguste startete

23. Dezember 2016 | Von | Kategorie: Bilder aus dem alten Cottbus |

Wo die Spreewaldguste startete

Richtig war natürlich Antwort A. Wir hatten in der letzten Ausgabe den Cottbuser Spreewaldbahnhof gesucht

Leser erinnern sich an den alten Cottbuser Spreewaldbahnhof

Viele Leser haben die Antwort zu unserem Rätselbild der vergangenen Woche gewusst. Dazu gehört auch Renate Brinke. Sie schreibt: „Die Aufnahme wurde vom Ausgang des Spreewaldtunnels aus gemacht. Anhand der rechts abgestellten Lkw vermute ich, dass die Aufnahme in den 1960er-Jahren entstanden ist. Zu der Zeit wurde dort noch die ‘Spreewaldguste’ abgefertigt. In der Fahrkartenausgabe sollten möglichst Fahrkartenverkäufer(innen) arbeiten, die auch der sorbischen Sprache mächtig waren. Es kamen damals noch etliche Reisende aus dem Spreewald,  die sorbisch (wendisch) sprachen. Das Gebäude links ist schon lange abgerissen, das Bahnhofsgebäude ist ein Verwaltungsgebäude geworden und schön restauriert. In den Blickpunkt wird es verstärkt kommen, wenn der neue Bahnhofstunnel fertig ist. Ich freue mich schon auf diesen behindertenfreundlichen neuen Ausgang zur Innenstadt.“
Thomas Hanta merkt an: „In der letzten Ausgabe von Damals war`s“ ist die Antwort A, der Spreewaldbahnhof, richtig. Damals hatte die Spreewaldbahn auf der Nordseite des abgebildeten Gebäudes zur Abfahrt in den Spreewald bereitgestanden.  Die Spreewaldbahn wurde am 7.12.1899 als letzter Streckenabschnitt zwischen Cottbus-Westbahnhof – Cottbus-Anschluss des bereits bestehenden Spreewaldbahn-Netzes erweitert und eröffnet. Stillgelegt wurde sie für den Güterverkehr am 26.5.1968 und für den Reiseverkehr am 4.1.1970. Auf der Südseite des Spreewaldbahnhof-Gebäudes, also im freien Blickfeld, endete am Anfang die Gelbe, später dann die Grüne Linie am Spreewaldbahnhof bis auf die Höhe der flachen Mittelinsel. Die Straßenbahn fuhr damals vom 22.12.1903 bis zum 22.10.1914, welche dann wegen des hohen Personalmangels, dem hohen Krankenstand und dem Ersten Weltkrieg endgültig eingestellt werden musste. Das Haus links neben dem ehemaligen Spreewaldbahnhof gibt es heute nicht mehr, genauso wenig die Bebauungen links, die im Bild sehr gut zu erkennen sind, welche später dann abgerissen wurden.  Auch der technische Baustil der Fahrzeuge hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. Die Zufahrt der Straße ist einfach über die Wilhelm-Külz-Straße zu erreichen. Früher hatte sie eine Nebenstraßen-Funktion, da die Hauptstraße hinter dem ehemaligen Spreewaldbahnhof verlief. Seit einigen Jahren ist es genau umgekehrt, denn diese Straße ist der Ersatz für die unvollständige, vierspurige Stadtring-Verbindung zwischen den Punkten Waisen-/ Wilhelm-Külz-Straße/ Viehmarkt und der Kreuzung Vetschauer/ Senftenberger Straße. Ab dem Jahr 2020 kommt man statt hinten links dann aus der rechten Seite heraus bzw. geht man dann dort zum Bahnsteig oder zum Bahnhofsgebäude in den neuen Tunnel. Ganz links soll irgendwann dann der Festplatz entstehen. Was ich mir selber auch wünsche ist, dass die Spreewaldbahn wieder reaktiviert wird (egal ob eigenständig oder mit Anschluss an des Cottbuser Straßenbahn-Netz). In Straupitz gibt es schon bereits einen Spreewaldbahnverein (IG Spreewaldbahn e. V.), der sich stark macht für einen Wiederaufbau der Spreewaldbahn. Vielleicht gibt es ja eines Tages auch hier in Cottbus wieder mal eine/n Bürger-Initiative/ Verein, der sich um den Wiederaufbau der schönen altgeliebten Bahn mit viel Herz, Liebe und vor allem Enthusiasmus einsetzen möchte. Ich denke, dass auch der Inhaber der Gaststätte „Spreewaldbahnhof Burg“ daran interessiert ist.
Am 7.12.2019 wird die Spreewaldbahn seit ihrer Eröffnung 120 Jahre alt, was eigentlich den Anlass einer sehr großen Feier darstellen sollte. Am 4.1.2020 wird sie seit 50 Jahren, wenn sie bis dahin noch immer nicht wieder reaktiviert sein sollte, stillgelegt sein. Bis zum 24.12.2016 (nächste Märkische Bote Ausgabe) sind seit dem 7.12.1899  – sage und schreibe 117 Jahre und 17 Tage vergangen und seit der Stilllegung bis zum 7.1.2017 (1. Ausgabe des Märkischen Boten im neuen Jahr) – 47 Jahre und drei Tage vergangen.“
Michael Kordon schreibt: „Wer das Gebäude nicht kennt, ist entweder nie mit der Eisenbahn gefahren oder wohnt im Cottbuser Süden. Es ist natürlich der Spreewaldbahnhof, den jeder Pendler kennt, der den Hinterausgang des Bahnhofes benutzte.  Als Kind bin ich mit der schmalspurigen Spreewaldbahn nach Burg gefahren, das muss vor 1969 gewesen sein, da sie nach 70 Jahren ihren Personenverkehr einstellte. Kurze Zeit wurde sie noch als Versorgungsbahn benutzt und sogar auf Normalspur zum Flugplatz umgebaut. Mittlerweile ist ein Großteil der Schienen aus dem Stadtbild verschwunden (z.B. Pappelallee). Das Gebäude diente nach 1969 als Arbeitsstätte der RBD Cottbus.
Die richtige Lösung kannten auch  Reinhard Borrmann, Ingeborg Karwoth, Klaus Reiter, Klaus Jung, Herbert Ramoth, Annemarie Grimmler, Kathrin Lehmann, Rainer Wollmann, Dieter Kattusch, Jens Pumpa, Kurt Newiak sowie Otto Blunck
Gewonnen hat Kathrin Lehmann.
Herzlichen Glückwunsch!




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