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Forst: Das alte Amt

Bilder aus dem alten Forst (Lausitz) | Von | 26. Juli 2008

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Das alte Amt in Forst

Zu unserem Rätselbild rief uns Käthe Ottmann an: „Das Bild erinnert mich an eine Übung in diesem Haus am Pfingstsonnabend im Jahr 1957 mit der Feuerwehr und dem DRK. Das alte Amt war damals schon relativ verfallen und die Feuerwehr löschte dort den Übungsqualm. Wir waren eingeteilt, die Verwundeten zu versorgen. Ich hatte eine Frau zu verbinden, die einen Schlüsselbeinbruch hatte. Der Kreisarzt Dr. Behrendt hat uns danach alle gelobt. Ich war ja von Beruf Krankenschwester im Forster Krankenhaus, und die Arbeit im DRK war natürlich freiwillig. Später war das Amt Pflegeheim, da waren dann ziemlich schwere Fälle untergebracht.“
Angelika Quander mailte: „Das Suchbild dieser Woche zeigt das ‘Alte Amt’. Dort war früher ein Pflegeheim untergebracht. Hier war ich als Kind mit meiner Oma meine bettlägerige Uroma besuchen. Da das Gebäude keinen Aufzug hatte und auch sonst nicht behindertengerecht war, war das Pflegepersonal sicher nicht zu beneiden. Nach der Wende zog dann die Wichernschule mit einem Wohnheim ein, nachdem alles behindertengerecht umgebaut wurde.“
Thomas Methe ergänzt: „Das ‘Alte Amt’ ist da zu sehen, es war früher ein Schloss, das 1521 von Melchior von Biberstein erbaut wurde. Das Gebäude soll das älteste der Stadt sein. Während des 30-jährigen Krieges übernachtete Feldherr Albrecht von Wallenstein hier zweimal. Nach dem Aussterben derer von Biberstein war dann 1665 das Gebäude lange unbewohnt. Erst 1716 wurde es zum Wohnsitz des Amthauptmannes und damaligen Standesherrn Herzog von Sachsen-Merseburg. Nach umfangreichen Restaurierungen erhielt es seinen jetzigen Grundriss. Auch später, unter der Herrschaft des Grafen Brühl, blieb das außerhalb der Stadt liegende Gebäude bis 1836 Sitz des Amthauptmannes, erst ein Jahr später ging es in städtisches Eigentum über. Nach einer Renovierung wurde das ‘Alte Amt’ von 1932 bis 1945 Heimatmuseum in Forst. Die alte Anlage weist noch auf die Verteidigungsanlagen durch den Wall hin. Das kann man auf der südlichen Seite des Gebäudes erkennen. Die Parkanlage ist natürlich zum Spazieren da.
Nach dem Krieg stand es zunächst wieder leer und dann war es Pflegeheim. Nach der Wende wurde es saniert, im Jahr 2000 zogen behinderte Menschen ein, die dort auch betreut werden.“



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