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Forst: Sotschi-Bar mit Musik-BoxMärkischer BoteForst: Sotschi-Bar mit Musik-Box - Märkischer Bote Forst: Sotschi-Bar mit Musik-Box
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Forst: Sotschi-Bar mit Musik-Box

Bilder aus dem alten Forst (Lausitz) | Von | 14. Juni 2008

damals080621_foUnsere Leser haben wieder viele Erinnerungen zu unserem Foto gewusst. Angelika Raschack hat uns gemailt: „Mit Interesse verfolge ich die Serie ‘Damals war’s’. Oft habe ich auch noch Erinnerungen an bestimmte Plätze oder Ereignisse von Forst. Mit dem Bild der letzten Ausgabe habe ich aber sehr schöne Erinnerungen. Das Bild zeigt die Sotschi-Bar, eine Milch- und Eisbar, die sich in der Sorauer- Ecke Roßstraße befand. Gleich nebenan befanden sich die Bahnhof-Lichtspiele, später Kinocafé, Hotel und die Gaststätte Dahms.
Als Kinder sind wir jeden Sonntagnachmittag für 25 Pfennig Eintritt ins Kino gegangen, und sind als Teenies nach dem Film noch auf einen Michshake in der Sotschi-Bar eingekehrt. Das Eis und besonders die Frucht-Milchshakes waren sehr lecker. So wenige Besucher, wie auf dem Foto, waren eigentlich Sonntagnachmittag nie zu sehen. Im Gegenteil, man musste oftmals noch warten, ehe ein Platz an der Bar frei war. Ganz typisch für die damalige Zeit war das Mobilar mit den abgerundeten Dreiecktischen und kunstlederbezogenen Stühlen und Barhockern. Besonders anziehend war natürlich auch die Musikbox, die unsere Wünsche erfüllte. Manchmal musste man jedoch regelrecht ‘anstehen’, um seinen Musikwunsch auswählen zu können.
Ich hoffe, auch in den nächsten Ausgaben des Boten weitere tolle alte Rätselbilder aus meiner Heimatstadt zu finden.“
Monika Zech ergänzte diese Erinnerungen: „Hier haben wir immer ganz exotische Eisbecher mit Früchten bekommen, und 1969 habe ich hier meinen Mann kennengerlernt. Da war dann auch eine Musik-Box, und für eine Mark konnte man sich Schlager wünschen. Die Sotschi-Bar war auch Treffpunkt aller so in meinem Alter.“
Peter Raschke rief uns ebenfalls an: „Die Sotschi-Bar kennen ich persönlich ganz gut. Da waren wir in den 70er-Jahren oft mal drin. Die Musik-Box war etwas Besonderes. Später bekam die Eisbar einen Spitznamen, es war die ‘Fridolin-Bar’. Warum weiß ich eigentlich gar nicht. Das Niveau war dann etwas heruntergekommen, weil es ein Treff der Soldaten aus Schacksdorf geworden war.“
Weiter erzählt uns Harald Markowski am Telefon: „Die Sorauer Straße hieß ja damals noch Cyrankiewicz-Straße, benannt nach dem polnischen PPS-Funktionär Jozef Cyrankiewicz. Zwar war ich damals erst fünf, sechs, Jahre alt, an die drei Eissorten Vanille, Schoko und Waldmeister für 15 Pfennig die Kugel kann ich mich aber noch gut erinnern. Es gab ja damals nur diese drei Sorten.
Das Haus war sehr leicht gebaut und verfiel sehr schnell, nachdem es leer stand. Erst vor drei oder vier Jahren wurden die baufälligen Reste weggerissen. Heute ist hier ein Parkplatz, und nichts erinnert mehr an die Eisbar. Ich kenne den ehemaligen Filmvorführer des benachbarten Kino-Cafés, er fragt mich öfters, ob ich alte Fotos vom Kino habe – leider nicht.“
Angelika Quander mailte uns: „Das Suchbild dieser Woche zeigt die Sotschi-Bar. Sie befand sich in dem erst nach der Wende abgerissenen Gebäude Sorauer Straße. Der Eingang war im Eingangsbereich vom gleichzeitig abgerissenen Hotel ‘Dahms’.Gleich rechts daneben war das Kino-Café. In der Sotschi-Bar waren wir mit meiner Mutter und meiner Schwester oft sonntags Eis essen. Mitte der 70er-Jahre wurde die Sotschi-Bar, ich glaube wegen des schlechten Bauzustandes, geschlossen und als Milchbar in der Gaststätte ‘Stadt der Rosen’, Berliner- Ecke Sorauer Straße, wieder eröffnet. Aber das Flair der Sotschi-Bar war weg, die neue Bar wurde von der Bevölkerung nicht so recht angenommen.
Während man in der Sotschi-Bar selten auf Anhieb einen Platz bekam, wurde in der Milchbar meistens auf Kundschaft gewartet.“




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