Bitte aktiviere / Please enable JavaScript![ ? ]
Guben: Einst Einkaufsmeile, heute Leere - Märkischer Bote Guben: Einst Einkaufsmeile, heute Leere Guben: Einst Einkaufsmeile, heute LeereMärkischer Bote
Montag, 17. Juni 2024 - 01:46 Uhr | Anmelden
  • Facebook SeiteTwitter Seite

header-logo

 
Overcast
17°C
 
das epaper der lausitzer heimatzeitung
Anzeigen

Guben: Einst Einkaufsmeile, heute Leere

Bilder aus der alten Neißestadt Guben | Von | 12. Februar 2016

damals160213gu

In unserer letzten Ausgabe hatten wir die Königstraße im östlichen Teil von Guben (heute Gubin) gesucht

Leser erinnern sich an die alte Gubener Königstraße mit ihren Geschäften:
Mehrere korrekte Zuschriften haben uns zum Rätselbild der vergangenen Woche erreicht. Dazu zählt auch der Brief von Joachim Winkler aus Guben. Er schreibt: „Das Bild zeigt einen Blick in den nördlichen Teil der damaligen Königstraße im heutigen Gubin. Der Standort des Betrachters ist dort, wo die Herrenstraße im rechten Winkel auf die Königstraße trifft. Wir blicken in den nördlichen Teil der Straße, die bis zur Crossener Brücke verläuft, im Bildhintergrund mit einer S-förmigen Kurve nach rechts, sodass die Fortsetzung von dort auf dem Bild nicht mehr sichtbar ist. Am linken Bildrand erkennen wir das Kaufhaus Karg, später Ladeburg. Weiter dahinter, am vorspringenden Haus, begann nach links die Kurze Straße, die zum Markt führte. Auf der rechten Straßenseite ganz rechts befindet sich das Doppelhaus Nr. 18/19 mit der in der Mitte unter dem Gebäude durchgehenden Seeling-Passage, die dann als Hussitengasse bis zur Werdermauer weiterlief. Rechts daneben, ebenfalls im Seelingschen Haus, im Bild gerade noch erkennbar, war das Sport- und Spielzeuggeschäft von Bernhard Seeling. Besonders während der Weihnachtszeit standen wir Kinder damals dicht gedrängt vor dem Schaufenster und bestaunten die Spielsachen, insbesondere die elektrischen Eisenbahnzüge, die darin fuhren. In der Bildmitte, im Haus mit der Uhr, war das damalige Geschäft des Uhrmachers Worbs. Wie man sieht, war in dieser Straße in fast jedem Haus ein Geschäft oder Laden. Schließlich galt die Königsstraße als eine der Hauptgeschäftsstraßen in der Innenstadt. Sie war stets sehr belebt. Heute ist die Fahrbahn der Straße asphaltiert, aber es steht weit und breit kein einziges Haus mehr.“
S. Menzel, ebenfalls aus Guben, schreibt: „Das Bild zeigt einen Blick in die Königstraße. Schön zu sehen sind die Handwerksunternehmen sowie die Geschäfte von Seilermeister, Uhrmacher sowie das Kaufhaus Karg. Dieser Bereich zwischen Hussitengasse und Schwedengasse war auf dieser Seite der Neiße das Wohn- und Geschäftsviertel. Als unsere Straßenbahn noch die Ostseite der Stadt befuhr, galt die Königstraße als sehr belebter und beliebter Stadtteil.“
Bärbel Koschack merkt an: „Das Rätselfoto zeigt einen Blick in die Königstraße im alten Guben der 1930er-Jahre. Der Blick geht in Richtung Norden, dass heißt in Richtung Crossener Tor und der drei Stadttore. Links steht das große Textilkaufhaus Karg, später Ladeburg. Gegründet im Jahr 1900 durch Wolff und Krimmer. Nach der Arisierung anno 1935 wurde es Karg und später Ladeburg bis 1945. Rechts Seelings Passagen – Stoffe, Leder und Seilereigeschäft, Königstraße 18. Bernhard Seeling war Seilermeister. Er besaß die Häuser Nr. 18 und 19. Dazwischen verlief die Hussitengasse zur Werdermauer nach rechts. Max Seeling wohnte in der Nr. 18, er war als Rudersportler bekannt. Mit dem Bau des Bootshauses durch W. Lißner erlangte der Neißerudersport Beliebtheit. Im Jahr 1925 wurde Max Seeling mit dem Achter vom Ruderverein Breslau in Hannover deutscher Meister. Die Uhr kennzeichnet das Uhrengeschäft Richard Worbs in der Königstraße 20. Nachfahren betreiben noch heute ein Geschäft in der Frankfurter Straße 10. Nach links in Richtung der Stadtkirche geht erst die Kurze Straße, dann die Lange Straße zum Markt. In der Nr. 20 wohnte 1939 auch noch der spätere Elektro-Pahms. In der  Frankfurter Str. 2 führte er noch viele Jahre sein Ladengeschäft.“
Renate Domenz aus Guben schreibt: „Das Haus auf der rechten Seite gehörte der Familie Seeling. Das war ein Sportgeschäft, aus dem mein erster Tennisschläger stammte. Das Haus hatte auch einen Durchgang, der Hussitengasse hieß. Kurz dahinter war ein Elektrogeschäft Pahms. Dort habe ich mein ­erstes Radio gekauft. Die Königsstraße führte zum Kastaniengraben linksseitig bis zum Lindengraben. Auf dem Bild vorn links ist das Bekleidungshaus Radeburg zu sehen. Auf der linken Seite sieht man die Einmündung der Kurzen Straße und die nächste (Laden mit Überdachung) war  die Lange Straße.“
Gewonnen hat diesmal Renate Domenz aus Guben.
Herzlichen Glückwunsch!



Anzeige

Kommentar schreiben

Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren: