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Die Ströbitzer Fastnacht macht nur Atempause - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Die Ströbitzer Fastnacht macht nur Atempause

Die Ströbitzer Fastnacht macht nur Atempause
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Die Ströbitzer Fastnacht macht nur Atempause

5. Februar 2021 | Von | Kategorie: Cottbus, Kultur & Service |

An diesem Wochenende würden die Trachtenpaare durch Ströbitz tanzen Schon das Zampern fiel aus – aber wurde selbstverständlich nicht vergessen.

Die Ströbitzer Fastnacht macht nur Atempause

Seit 1993 wachsen Ströbitzer Kinder wieder in den Traditionen der Altvorderen auf. Franziska Ruben, Tim Gramkow und Marieka Schötz (v.l.) – gingen 2005 als Fastnachtsmäuschen an der Spitze des Festumzuges. Heute ist Marieka stellvertretende Jugendchefin, Tim war schon 2. Erntekönig und Franzi Erntekönigin. Alle drei sind mit Partner als wendische Fastnachtspaare unterwegs und setzen sich mit dem Ströbitzer Bürgerverein für den Stadtteil und die Pflege und Erhaltung wendischer Traditionen ein Foto: Helga Nattke

Cottbus-Ströbitz (hnr.) In den Dörfern des Spree-Neiße-Kreises und Ortsteilen am Cottbuser Stadtrand geben sich Jugend und Junggebliebene in diesen Tagen kribbelig: Es ist Fastnachtszeit! Das größte wendische Fest zwischen Weihnachten und Ostern muss ausfallen – wegen Corona.
In Dörfern wie Dissen oder Werben kann sich niemand erinnern, dass Fastnachtsumzüge, die Höhepunkte am Ende der Spinte, je abgesagt wurden. Vielleicht im Kriege, aber auch das ist nicht sicher. Aus Ströbitz gibt es bereits von 1947, als gerade das russische Fotoapparateverbot wieder aufgehoben war, Bilder von Zampergruppen. Manfred Peters hat sie bewahrt und aufbereitet. Er gehörte als stellvertretender Vorsitzender des Bürgervereins 1993 zu den aktivsten Helfern der Wiedergeburt der Fastnacht. Wie das Hahnrupfen und andere Traditionen war auch Fastnacht nach der Zwangskollektivierung der Landwirtschaft eingeschlafen. Mit dem Schlachtruf „Ströbitzer für Ströbitz!“ hat der Bürgerverein in den frühen 1990ern alles Gute wieder erweckt, und die frische Generation dieser Tage lässt sich den Spaß nicht verderben. Die Pandemie ist ein harter Schlag, aber den Zusammenhalt kann sie nicht brechen. Vor zwei Wochen war Zamper-Termin. In buntem Pulk geht es dabei von Haus zu Haus, und die Ströbitzer geben am Jahresanfang großzügig Geld, womit die Aufgaben des Jahres finanziert werden können: Maibaumaufstellen, Kapelle und Diskothek zum Erntefest und solche Dinge, aber auch Projekte zur Ortsgestaltung. „Dieses Jahr wollten wir einen Teil der Spenden einsetzen, um das Denkmal am Nevoigtplatz einzufrieden.“, sagt Jugendführer Max Behla. Ob bei Frühjahrs- oder Herbstputz, bei Feuerwehraktionen oder in der Vorbereitung des Erntefestes – immer sind die jungen Ströbitzer aktiv. Die Wendische Fastnacht aber ist das Fest, das sie am liebsten feiern und bei dem sich, so wie seit weit über hundert Jahren, noch immer mal Paare fürs Leben finden. Im Lesebuch „Wendische Fastnacht“ von Gerhard Gräbig aus Sielow (im Büchershop dieser Zeitung zu haben) ist authentisch nachzulesen, welche Rolle die Fastnacht in den wendisch geprägten Dörfern der Niederlausitz spielt. In den heutigen Stadtteilen Sielow, Saspow, Döbbrick und natürlich Ströbitz blühte der Brauch nach der Wende neu auf. 1993 formte sich erstmals ein langer Ströbitzer Fastnachtszug, und da das einstige Traditionslokal „Sportscheune“ zunächst nicht zur Verfügung stand, marschieren alle zum damaligen Haus der Bauarbeiter in der Wernerstraße (heute Kammerbühne) und tanzten im großen Saal.
Seither wurde nicht nur gefeiert, sondern auch viel geschaffen, darunter das Bürgerhaus „Auf Wacker“, wo diesen Sonnabend getanzt würde, wenn nicht…
Aber das wird wieder. Der Märkische Bote hat Ströbitzer Traditionen vom Beginn an unterstützt und tut es auch künftig. Geschäftsführer Frank Heinrich: „Wir werden kommende Woche, unterstützt von unseren Werbepartnern, der Ströbitzer Jugend eine schöne Zamperspende überreichen. Lesen Sie dieses Blatt.“

Die Ströbitzer Fastnacht macht nur Atempause

Vor zwei Wochen war Zampertag. Corona ließ ihn nicht zu. Die Jugend ließ Eierlikör für die Protagonisten Kreisen, wofür sich Ruth und Manfred Krokor bedankten. Jetzt hilft die Heimatzeitung Der Märkische Bote mit ihren Werbekunden, das entstandene Finanzloch in der Jugendkasse etwas zu schließen Foto: privat

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