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Zum Master mit dem Bahnsteigdach

24. März 2017 | Von | Kategorie: Cottbus |

Zum Master mit dem Bahnsteigdach

Kein Denkmal, aber Liebhaberstück – das längst abgebaute Dach des Bahnsteiges 9/10 soll teilweise am Parkeisenbahn-Bahnhof Zoo neu entstehen

Isabell Wollenweber hat den Umzug eines Tragwerks von 1888 zum Bahnhof Zoo geplant

Cottbus (hnr.). So viel öffentliches Interesse für eine Master-Verteidigung habe er noch selten erlebt, freut sich Prof. Dr. Werner Lorenz, Lehrstuhlchef  Baugeschichte und Tragwerksplanung an der BTU Cottbus-Senftenberg. Kein Wunder: Isabell Wollenweber hatte sich in eine aufwendige Arbeit vertieft, die größtes Interesse nicht nur in Cottbus findet.
Bei dem jetzt endlich begonnenen Umbau des 1978 als „unvollendete Investition“ steckengebliebenen Cottbuser Hauptbahnhofs musste auch ein letztes Zeugnis seiner Entstehung im Jahre 1888 weichen: das auf stolzen gusseisernen, kapitellverzierten Stelen ruhende Bahnsteigdach. Aus den Reihen der Parkeisenbahn-Förderer kam der Gedanke, dieses Bauwerk zu nutzen. Die Deutsche Bahn und mehrere Partner stiegen in die Idee ein, und die BTU wurde mit ihrem Studiengang „Bauen & Erhalten“ einmal mehr Partner der Stadt.
Es ist durchaus realisierbar, was  Visionäre hier vorhaben, fand Isabell Wollenweber heraus. Sie prüfte Material, Farbaufträge, Statik, neuen Untergrund, Baurecht und viele andere Aspekte. Prof. Lorenz: „Ein Denkmal haben wir hier nicht vor uns, aber doch ein sehr wertvolles Liebhaberstück, für dessen Nutzung, zumal erneut verkehrstechnisch, sich aller Aufwand lohnt. Parkeisenbahner Christian Menzel, Assistent im Fachbereich Eisenbahn- und Straßenwesen und einer der drei Gutachter im Masterverfahren, zeigt sich begeistert: „Wir können das Dach zweireihig aufstellen und die Züge darunter einfahren lassen, haben also quasi eine Bahnhofshalle.“
Wenn dann irgendwann die Mittel dafür da sind. Vorerst hat Cottbusverkehr das Material eingelagert. Und die Kandidatin freut sich über die Bewertung ihrer Arbeit mit der Note 1,7.




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