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Staatstheater Cottbus: Konzertant in den Mai

Land und Leute | Von | 1. April 2002

Torsten Janicke

Solist Torsten Janicke

Musik als intensive Gefühlskunst bereitet im Gefühlsmonat Mai einen besonderen Genuss. Im Staatstheater Cottbus stehen zwei Programme auf dem Konzertplan. Den Anfang macht das 7. Philharmonische Konzert am Freitag, dem 10. Mai, um 20 Uhr und am Sonntag, dem 12. Mai, um 19 Uhr, jeweils im Großen Haus am Schillerplatz. Zu hören sind Dmitri Schostakowitschs 1. Violinkonzert mit dem Solisten Torsten Janicke  und Peter Tschaikowskis “Manfred”-Sinfonie. Es spielt das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus unter Leitung von GMD Reinhard Petersen. Immer eine halbe Stunde vor Beginn gibt es eine Einführung, die im Preis der Konzertkarte enthalten ist.
Starke, aber stets zurückgehaltene Gefühle spürte der weltbekannte Geiger David Oistrach in Schostakowitschs 1. Violinkonzert, das er 1955 uraufführte. Damit benannte er möglicherweise die Grundlage dessen, was andere in dem Werk hörten: Trotz, Verbissenheit und einen grimmigen Humor, der wie in vielen anderen Werken des bedeutenden Komponisten “an die Späße eines verbitterten Clowns” erinnere. Schostakowitsch brauchte sieben Jahre, um das Konzert abzuschließen. Eine bislang nicht erklärte Besonderheit bei ihm, der sonst auch unter widrigsten Umständen zügig und konzentriert arbeiten konnte.
Auch Tschaikowski hatte große Mühe bei der Komposition seiner “Manfred”-Sinfonie, deren Gelingen er nur schwer einschätzen konnte. Nach ihrer Vollendung hielt er sie für sein bestes sinfonisches Werk, um bald darauf nur noch die beiden ersten Sätze gelten zu lassen. Anders als bei Schostakowitschs Violinkonzert ist man bei der Deutung ihres Inhalts nicht auf Vermutungen angewiesen. Die Sinfonie basiert auf Lord Byrons Dichtung “Manfred”, und der Komponist stellte jedem Satz eine Inhaltsangabe voran. Es geht um einen leidenden Helden und seine Sehnsucht nach Ruhe und Glück – ein romantisches Thema durch und durch, hochemotional in Töne gefasst.

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