Bitte aktiviere / Please enable JavaScript![ ? ]
WM 2022: Ist Deutschland reif für den Titel? - Märkischer Bote WM 2022: Ist Deutschland reif für den Titel? WM 2022: Ist Deutschland reif für den Titel?Märkischer Bote
Donnerstag, 30. Juni 2022 - 13:23 Uhr | Anmelden
  • Facebook

header-logo

Heiter bis wolkig
24°C
 
epaper
Anzeigen

WM 2022: Ist Deutschland reif für den Titel?

Infotainment | Von | 12. Mai 2022

weltmeisterschaft katar

Quelle: https://unsplash.com/photos/s-EdeK-fo0s

Katar 2022 – Ausnahmezustand in einem Wüstenstaat, von dem so mancher noch nie etwas gehört hat. Zum ersten Mal in der Geschichte findet hier die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 statt und zum ersten Mal wird im kühlen Winter gespielt, statt im Sommer. Kalt ist es aber nur in Deutschland, die Temperaturen in Katar erreichen auch im Winter noch 40 °C. Schon jetzt gibt es heiße WM 2022 Wetttipps, doch für deutsche Fans stellt sich natürlich vor allem eine Frage: Wird es die deutsche Elf schaffen, ihren fünften WM-Titel zu holen? Sind sie reif, die Jungs, die zum ersten Mal unter Hansi Flick auf den Platz treten?

Sie haben Lust, doch haben sie auch die Kraft?

Kaum ein Thema verbindet Menschen so sehr wie Sport. Die Motivation ist die Grundvoraussetzung dafür, dass es ein erfolgreiches Turnier wird und die ist bei der Deutschen Elf, aber auch bei ihren Fans vorhanden. Nachdem Joachim Löw nach mehr als einem Jahrzehnt den Trainerposten räumte, machte er den Weg frei für Hansi Flick, der einiges umstellte und mit seinem Team große Pläne hat. Einer davon ist der WM-Titel 2022.

Doch je näher der große Tag des ersten Spiels rückt, desto kritischer sind auch die Stimmen. Zweifelsfrei gehört Deutschland zu den Favoriten, aber sind die Jungs auch der Favorit fürs Finale? Immerhin warten viele Angstgegner Deutschlands, darunter Brasilien, aber auch Portugal und Argentinien. Immerhin, das Nationalteam Italiens ist diesmal nicht dabei, die Squadra Azzurra schied schon in den Playoffs aus.

Bei den bisherigen Begegnungen mit Italien gab es nicht nur sehr häufig Elfmeterschießen, sondern immer auch Zittern bis zum Schluss. Es ist eine fußballerische Hassliebe zwischen den beiden Mannschaften und auch wenn sie es offen nicht zugeben würden, nicht aufeinander zu stoßen, macht beide Seiten traurig.

Die Vorrunde für die DFB-Elf könnte durchaus machbar sein

Positiv lief die Auslosung der WM für die Deutschen ab, denn die Gruppe besteht nicht aus harten Partien, die zu Beginn befürchtet wurden. Am 23. November trifft die Elf auf Gegner Japan, machbar, aber nicht zu unterschätzen. Etwas brenzliger wird es dann am 27. November, wenn das Spiel gegen Spanien auf dem Programm steht. Zwar hatten die Spanier in den letzten großen Turnieren keine herausragenden Leistungen gezeigt, doch sie sind wandelbar und für Überraschungen gut. Etwas solider wird es dann wieder am 1. Dezember, wenn Deutschland gegen Neuseeland oder Costa Rica antreten muss. Beide Mannschaften gelten als machbar, in der Vergangenheit konnten sich die Deutschen in ähnlichen Duellen immer durchsetzen.

Doch was bedeutet schon die Vorrunde? Nicht viel, wie Experten wissen. Denn nur zu oft haben es die Deutschen sogar auf dem 1. Gruppenplatz geschafft, ins Achtelfinale einzuziehen und scheiterten hier oder spätestens eine Runde später am nächsten Gegner.

Hansi Flick bestreitet aber jegliches Losglück und spricht von einer ernst zu nehmenden Gruppe. Auch wenn die Japaner und Costa Rica nicht unbedingt zu den Angstgegnern gehören, sind es vor allem die Spanier, die nicht berechenbar sind. Viele Fans räumen den Kickern vom Mittelmeer jedenfalls einige Chancen auf den Titel ein. Doch selbst ein Verlust gegen Spanien würde für die Deutschen nicht gleich das Aus bedeuten, denn es gibt mehr als nur ein Gruppenspiel und so stehen die Chancen gut, dass Deutschland zumindest das Achtelfinale erreicht.

Hansi Flick und seine Erfahrung – ob das reicht?

Trainer Flick ist ein erfahrener Mann, neben Joachim Löw hatte er bereits lange eine enge Bindung zur deutschen Elf aufgebaut. Die Spieler mögen und schätzen ihn, sie haben Respekt und sind bereit, sich seinen Änderungen zu unterwerfen. Klar dürfte sein, dass der Bayern-Block auch dieses Mal wieder ein zentrales Merkmal des Kaders haben wird, auch wenn die offizielle Aufstellung noch nicht bekannt ist.

Gerätselt wird hingegen, ob Boateng zurückkommen könnte und ob es für Altstar Mats Hummels noch ein letztes Auflaufen bei einem großen Turnier gibt. Hier sind sich weder Fans noch Experten einig, die junge Truppe um Joshua Kimmich scheint mehr Zuspruch zu erlangen.

Klar ist auch, dass Flick in den letzten großen Turnieren die Fehler seines Vorgängers Löw genau beobachtet hat. Er kennt die Schwachstellen seines Teams und wird bis zum Winter alles daran setzen, diese auszubügeln und dafür zu sorgen, dass nicht nur 11 perfekte Spieler, sondern ein komplettes Team auf dem Platz steht. Daran war es zuletzt oft gescheitert. Zwar hatten alle Einzelspieler eine solide Leistung gezeigt, das Zusammenspiel führte aber unter anderem bei der letzten Europameisterschaft dazu, dass die DFB Elf früh nach Hause fahren musste.

Die Buchmacher sprechen eine ganz eigene Sprache

Wie hoch Fans die Chance eines Sieges einstufen, lässt sich vor der WM vor allem bei den Buchmachern für Sportwetten erahnen. Hier sind die Deutschen keineswegs als Topfavorit gehandelt. Sie gehören zwar mit zu den Anwärtern auf einen Sieg, doch die Konkurrenz ist stark. Weltmeisterschaft ist nicht Europameisterschaft und auch wenn Italien diesmal nicht mit einem gekonnt gesetzten Elfmeter das Ende für die deutschen Träume bedeuten wird, gibt es so einige Teams, die dem deutschen Kader gefährlich werden können.

Dazu gehört Portugal, denn in Begegnungen mit Superstar Ronaldo ist es nicht gesichert, dass Deutschland ernste Chancen hat, seine Paraden zu parieren. Das portugiesische Team hatte sich zwar zuletzt nicht mit Ruhm bekleckert, gehört aber nach wie vor zu den Top-Favoriten, auch bei der WM 2022.

Ähnlich sieht es mit Brasilien aus, eine Mannschaft, die aus starken Spielern und herausragendem Teamplay besteht. Auch wenn der einstige 7 zu 1 Sieg der Deutschen über die Brasilianer motiviert hat, ist ein solcher Erfolg heute kaum mehr denkbar. Das damalige Team der WM 2014 gilt bis heute bei den Fans als der letzte erfolgreiche Kader. Superstars wie Michael Ballack, Miroslav Klose und Bastian Schweinsteiger schauen heute aber leider nur noch von der Tribüne aus zu.

Fazit: Für den Sieg könnte es zu früh sein

Wird es reichen oder ist ein Sieg bei der WM 2022 für Deutschland zu hoch gegriffen? Alles Orakeln nutzt nichts, das Turnier wird Aufklärung bringen. Die Hitze in Katar, die Bundesliga, die bis 13. November 2022 noch gespielt wird, und mögliche Verletzungen können einen Einfluss darauf haben, ob es für Flicks Team zum Sieg reicht.

Weitere Infotainment-Beiträge finden Sie hier!



Anzeige

Kommentar schreiben

Kommentar


Das könnte Sie auch interessieren: