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Friseursalon - Märkischer Bote
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Friseursalon mit 125-jähriger Tradition

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Friseursalon mit 125-jähriger Tradition

11. Juni 2021 | Von | Kategorie: Wirtschaft |

Eine Frauen-Dynastie für das Friseurhandwerk / Friseurmeisterin Rokky Peschick in vierter Generation.

Friseursalon mit 125-jähriger Tradition

In vierter Generation führt Friseurmeisterin Rokky Peschick in Kolkwitz ihren Friseursalon, in dem sie ihre Kunden verwöhnt. In diesen Tagen blickt sie auf eine stolze Unternehmensgeschichte zurück. Vor 125 Jahren gründete ihre Uroma den Friseursalon. Foto: HWK

Region (MB). 1896 eröffnete Marta Kalewe in Dresden Neustadt einen Haarpflegesalon. Damit nahm die Familientradition durch starke Frauen in der Friseurbranche ihren Anfang. Beide Töchter, Charlotte und Margit, erlernten den Beruf Friseurin. Gleich nach der Ausbildung startete auch Charlotte mit einem eigenen Salon. Bei einer Paddeltour durch den Spreewald lernte sie ihren Mann kennen. Gemeinsam blieben sie in Kolkwitz. Hier führte sie viele Jahre das Friseurgeschäft in der Lungenheilstätte. Mit Tochter Christel wurde die nächste Generation geboren. Erneut eine Friseurin mit Leidenschaft, die nach ihrer Ausbildung viele Jahre im Cottbuser Salon Gottwald tätig war, bis sie sich entschied, ihre Mutter im Kolkwitzer Geschäft zu unterstützen. Im Jahr 1977 übernahm sie ihn selbst.
Heute führt Tochter Rokky Peschick einen modernen Salon, in dem sie ihre Kunden verwöhnt. „Ich habe schon als Kind im Friseurgeschäft meiner Oma beim Legen der Wasserwelle zugesehen, die Lockenwickler sortiert und den Kunden bei ihren Gesprächen gelauscht“, berichtet die Friseurmeisterin in vierter Generation. „Meine eigene Ausbildung im Salon Müller an der Cottbuser Oberkirche war streng. Jeden Morgen hatte ich nicht nur den Ofen anzuheizen, sondern auch den Chef mit dem Messer zu rasieren. Ein viertel Jahr nur im Herrensalon perfekte Kurzhaarschnitte, dazu ein gutes Team von hilfsbereiten Kolleginnen und 65 Mark Lehrlingsgeld. Nach der Ausbildung wechselte ich in den Salon meiner Mutter, da sie für den immer größer werdenden Kundenstamm Unterstützung brauchte. Hier begann für mich noch einmal eine harte Schule. Meine Mutter hatte einen strengen Blick für das Schneiden und Frisieren. Von 1983 bis 1988 nahm ich erfolgreich an Friseurmeisterschaften in Berlin, Erfurt und Rostock teil. Krönend waren meine Erfolge in den Jahren 1985 und 1987 als Bezirksmeisterin in der Damen-Sonderklasse, gleichzeitig absolvierte ich die Meisterausbildung. Um das zu schaffen, musste ich auf vieles verzichten. Die Wochenenden waren für das Training da. Doch es hat Spaß gemacht. Die harte Arbeit hat mir geholfen, zielstrebig meinen eigenen Traum zu verwirklichen.“
Fachberaterin und Visagistin waren weitere Entwicklungsstationen der Kolkwitzer Friseurmeisterin. Im Januar 2006 übernahm sie den Salon ihrer Mutter. Da das Krankenhaus, die ehemalige Lungenheilstätte, geschlossen wurde, musste ein neuer Standort her. Wieder war es Mutter Christel, die den Standort für den Friseursalon „Rokky“ in der Bahnhofstraße 78, der ehemaligen Post entdeckte. „Ich habe mir den Salon ganz nach meinen Vorstellungen eingerichtet. Großzügige Bedienplätze und eine Kosmetikkabine locken zum Wohlfühlen. Unsere Stammkunden kommen aus Kolkwitz, Cottbus aber auch aus Potsdam, Berlin, Dresden und Senftenberg“, erklärt Rokky Peschick.
Messebesuche bei der Hair and Beauty geben der Friseurmeisterin neue Inspirationen und den nötigen Austausch mit Berufskollegen.
„Natürliche, fließende Farbverläufe liegen im Trend. Waschen, Schneiden, „selber Föhnen“ wird man bei uns nicht erleben. Wir versuchen die Individualität des einzelnen Kunden zu betonen. Auch Herren legen viel Wert auf ein gepflegtes Äußeres. Der Beruf ist für mich Berufung, die mir meine Oma und
Mutter in die Wiege gelegt haben“, so das leidenschaftliche Fazit der Unternehmerin.

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