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Spreewasserangebot bestimmt Flutung des Cottbuser Ostsees - Märkischer Bote - Märkischer Bote
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Spreewasserangebot bestimmt Flutung des Cottbuser Ostsees

26. Oktober 2018 | Von | Kategorie: Region, Sonntag im Revier |

Spreewald, Peitz und Berlin haben Vorrang.

 

Die aktuelle Abflusssituation in der Spree ist in diesem Jahr 2018 eine Herausforderung an alle Wassernutzer von Bautzen bis Berlin. Langanhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen mit sehr geringer Luftfeuchte haben dazu geführt, dass nahezu alle Wasserreserven im Einzugsgebiet der Spree aufgebraucht und die natürlichen Abflüsse auf ein Minimum zurück gegangen sind. Stephan Fisch, Leiter Tagebauentwässerung bei der LEAG, informiert, dass im zurückliegenden Monat Oktober rund 7,5 Kubikmeter pro Sekunde durch die Spree in Spremberg geflossen sind. „Normal wäre für diese Jahreszeit mehr als das Doppelte“, so Fisch. Nachdem die Talsperren Bautzen und Quitzdorf nahezu leer sind, geben die als Wasserspeicher fungierenden Tagebauseen der LMBV, Bärwalde, Lohsa II, Dreiweibern und Burghammer derzeit noch gespeichertes Wasser in die Spree ab. Mehr als die Hälfte des Wassers in der Spree kommt allerdings derzeit aus den Tagebauen. „Die Hauptquelle der Wasserführung an der Landesgrenze von Sachsen zu Brandenburg ist die Einleitung von gehobenem Grundwasser der LEAG-Tagebaue Nochten, Reichwalde und Welzow-Süd. Würde dieses nicht zur Verfügung stehen, wäre der wasserwirtschaftliche Kollaps der Spree vorprogrammiert“, ist sich Stephan Fisch sicher.
Auch in Cottbus sieht es nach Aussage der Experten nur unwesentlich besser aus. „Aus dem noch vorhandenen und nutzbaren Vorrat der Talsperre Spremberg fließen aktuell etwas mehr als 8 Kubikmeter pro Sekunde durch die Stadt“, weiß Stephan Fisch. Dieses Wasser wird für die Teichwirtschaft in Peitz, den Spreewald und für die Unterlieger benötigt.
„Diese Situation ist kein Beinbruch für den Cottbuser Ostsee und wurde in den Prognosen zur Fülldauer bereits berücksichtigt“, beruhigt der Fachmann. Wetter und Niederschläge seien nicht exakt vorhersehbar, deshalb bediene man sich mathematisch- statistischer Simulationen, erklärt Fisch. „In den Prognosen zur Fülldauer sind auch Phasen mit der Flutungsmenge Null berücksichtigt“, so Fisch. Die LEAG ist in jedem Fall bereit, die große Badewanne vor den Toren von Cottbus zu füllen. „Wir alle hoffen auf einen feuchten Winter und ein feuchtes Frühjahr 2019“, erklären Birgit Schroeckh, Ingolf Arnold und Stephan Fisch übereinstimmend.

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