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Guben: Waldhaus-Kinder gehen auf Körperreise

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Zähne zusammenbeißen hieß es beim Anfertigen der Hand- und Fußabdrücke. Die „Stempelfarbe“ kitzelte doch sehr beim Auftragen. Fingerspitzengefühl war gefragt. Das Ergebnis war aber ebenso beeindruckend wie lehrreich, auch was den gegenseitigen Umgang betrifft

Besonderes Projekt schult Kinder seit September
Augenoptikerin hilft bei der Reise ins Auge
Guben (ha). Die Igel-Kinder der Kita „Waldhaus“ in Guben sind seit September auf einer Körperreise. In der vergangenen Woche konnten sie ein besonderes Organ „besuchen“ – das Auge, das alles sieht, nur nicht sich selbst. Eine Mutter stellte den Kontakt zu Augenoptik Gänsel her, wo die Kinder dank moderner Technik sogar in das Auge hinein schauen konnten. Es war der Höhepunkt der Projektreihe, der schon bald ein neues, interessantes Thema folgen soll.
Vor der Körperreise wälzten die Ein- bis Sechsjährigen Bücher, stellten Abdrücke von Füßen und Händen her, ordneten Gesichteteile der richtigen Stelle zu und absolviertne Experimente. „So ließen wir ein großes Mikroskop über unsere Haut fahren, über Leberflecke, Kratzer, Haare, Fusseln, um dann die 200-fache Vergrößerung zu bestaunen. So sahen kleine Kratzer mitunter riesengroß und gefährlich aus. Speziell die Vier- bis Sechsjährigen beschäftigten sich auch mit dem Skelett. Sie erzählten im Familienkreis ganz stolz, dass sie nun wüssten, wo sich der größte bzw. der kleinste Knochen im menschlichen Körper befindet“, erzählen die drei Erzieher der Igelgruppe. Präventionskurse des Landkreises flossen in das Projekt mit ein, sodass die Reise zum Magen beispielsweise auch das Thema „Gesundes Frühstück“ beinhaltete. „Beim Luftballontanz standen Körpergefühl, Körperwahrnehmung, Geschicklichkeit, Vertrauen in den Partner und natürlich viel Spaß im Vordergrund. Wir beschäftigten uns intensiv mit den fünf Sinnen“, so die Erzieher. Trotz der großen Altersunterschiede gelang es, auch die Jüngsten in das recht umfangreiche Projekt einzugliedern. „Anfang April beenden wir nun unser Langzeitprojekt mit einem Eltern-Kind-Spielenachmittag. An einigen Stationen dürfen die Eltern mit ihrem Kind gemeinsam den Körper erkunden“, so das „Igel-Team“.

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