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FC Energie besiegt das eigene Schicksal

Friedrich Heinrich

Nach dem 4:1 über Arminia Bielefeld hat sich Energie vom Tabellenkeller abgesetzt

Rechtzeitig bevor es in dieser Saison doch noch einmal spannend werden konnte, hat der FC Energie am vergangenen Wochenende seine Talfahrt beendet. Vorerst zumindest. Verdient triumphierte der FCE über den einstigen Aufstiegsanwärter. So ungefährdet der Sieg über Arminia Bielefeld am Ende auch war, das Glück half vor allem im ersten Durchgang gewaltig mit. Während Tremmel Glanzparaden zeigte und die Gäste auch beste Gelegenheiten liegen ließen, kullerte der Ball auf der gegenüberliegenden Seite wie ferngesteuert vor die Füße der Cottbuser Torschützen. Glück und Pech gleichen sich im Laufe einer Saison eben doch aus.
Nach einer Viertelstunde hätte es schon 0:1 stehen können. Tremmel konnte einen Kopfstoß von Federico nur gegen den Querbalken lenken. Auch den Nachschuss wehrte er mit einem Reflex sensationell ab. Dabei hätte er nach einem Brand in seiner Wohnung beinahe nicht gespielt. Wenig später köpfte Katongo den Ball knapp an Tremmels Tor vorbei. Auf einen Cottbuser Treffer, geschweige denn einen Sieg, deutete nicht viel hin. „Wir spielen ohne Außenverteidiger. Das ist für uns sehr schwierig“, betonte Wollitz. Die Mannschaft kann ihre Gegner auf den Außenbahnen kaum unter Druck setzen und die Stürmer mit Flanken füttern. Bittroff, Ziebig oder Dum waren vorgesehen. Nun müssen Mittelfeldstratege Angelov und der für diese Position zu steife Straith aushelfen. Es ist jedoch nur eines von vielen Problemen in der Zusammenstellung des Kaders.
Ausgerechnet solch ein Außenverteidiger sorgte für die Führung. Angelov nutzte geistesgegenwärtig die erste Unsicherheit der Arminen-Abwehr aus und drosch das Leder aus einem Gewühle vor dem Nordtor heraus ins Netz. Damit war der Torreigen eröffnet. Nach einer schönen Ballkombination hielt Risgard seinen Fuß in einen Schuss seines Kollegen und lenkte die Kugel unhaltbar zum Ausgleich ins Tor. Kaum verdaut, kam Jula nach einem Pfostentreffer Petersens als Erster und sicherte sich einen neunten Saisontreffer.
So schwungvoll ging es weiter. Bielefeld war dem Ausgleich ebenso nahe wie Cottbus der Vorentscheidung. Doch erst als sich die Partie wieder beruhigt hatte, vielen weitere Treffer. Zunächst traf Radu. Er stand jedoch im Abseits. Ein gezielt vorgetragener Konter sorgte für die reguläre Entscheidung. Rivic verwandelte eine Flanke von Jula technisch anspruchsvoll direkt zum 3:1. Auch beim 4:1 ließ er Eilhoff im Tor der Arminen keine Abwehrchance. Es geht doch! Gemessen an den Spielanteilen fiel der Sieg allerdings zu hoch aus. Wollitz: „In vielen Spielen ging es uns so, wie Arminia heute.“ Nun dürfen sich wohl auch beide Vereine über ein gemeinsames Schicksal in der zweiten Liga freuen. Mit dem Abstieg sollte der FCE nun nichts mehr zu tun haben.
Am Sonntag ist die Truppe zu Gast beim Siebten. Das Ziel, alle Abstiegssorgen endgültig hinter sich zu lassen, wird jedoch von Verletzungssorgen überschattet. Zu allen bisherigen Ausfällen gesellt sich nun auch noch Shao, dessen Ersatz Wollitz noch offen ließ.

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