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FCE vor ernster Reifeprüfung

Friedrich Heinrich

In den kommenden Wochen trifft der FC Energie auf vier Spitzenteams

Morgen beginnt im Stadion der Freundschaft die erste wirklich heiße Phase der Saison. Nach einem guten Start mit 22 Zählern aus elf Partien hat Energie eine solide Ausgangsposition für den Zweitligaherbst. Außer der Berliner Hertha bekam es Cottbus aber noch mit keinem Aufstiegsaspiranten zu tun. Im Spitzenspiel unterlag der FCE 0:1. Am Sonntag (13.30 Uhr) ist mit dem TSV 1860 München nun wieder ein ähnliches Kaliber zu Gast in der Lausitz. Die „Sechziger“ sind als Ranglisten-Fünfter ein direkter Tabellennachbar der Truppe von Pelé Wollitz. Eine Woche später steht das Gastspiel beim Dritten, dem MSV Duisburg, an. Es folgen das Ostderby gegen Aue (zweiter) und die Auswärtspartie beim Drittplatzierten der Vorsaison in Augsburg (sechster). In den Duellen kann sich die Mannschaft wirklich beweisen.
Gerade das Pokalspiel gegen Freiburg hat gezeigt, dass Energie gegen hochkarätige Rivalen bestehen kann. Gravierende Formschwankungen kann sich das Team in dieser entscheidenden Phase jedoch nicht mehr leisten.Schon gar nicht so wie am vergangenen Freitag, als unsere Kicker gerade noch mit einem blauen Auge aus der Partie in Ingolstadt entkamen. Schon vor der Partie bremste Trainer Wollitz die Erwartungen und gab sich mit nur einem Zähler beim abgeschlagenen Vorletzten zufrieden. Entsprechend trat seine Truppe dann auf.
Ohne die etatmäßige Innenverteidigung mit Brzenska und Hünemeier ließ sich Cottbus immer wieder in der eigenen Hälfte fesseln, ohne für gefährliche Gegenstöße zu sorgen. Schon nach einer Viertelstunde gingen die Gastgeber mit einem Distanzschuss in Führung. Roger ließ seinen Gegenspieler gewähren. Der Brasilianer konnte sich wieder nicht als Alternative für einen zentralen Abwehrposten empfehlen. Als Repräsentant für die schlechte Leistung der gesamten Mannschaft nahm Wollitz seinen Routinier Kurth schon vor der Halbzeit vom Feld.
Ingolstadt hätte nach zahlreichen Gelegenheiten höher führen müssen. Bittroff konnte erst nach einer Stunde mit einem Distanzschuss für eine Cottbuser Torchance sorgen. Sein Ball ging an den Pfosten. In den Schlussminuten wurde Energie merklich besser. So halfen dann auch die Stärken bei Standardsituationen, um das Spiel zu drehen. Eine Freistoßhereingabe köpfte Petersen an den Pfosten. Jula war zur Stelle und versenkte die Kugel zum Ausgleich. Umgekehrt war es beim 2:1-Siegtreffer in der Schlussminute. Jula legte eine Flanke von Adlung per Kopf auf den Torschützen Petersen ab. Ein überaus glücklicher Sieg.

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