
Seit 1906 befand sich das „Lyzeum“, die höhere Mädchenschule, im neu errichteten Gebäude in der Amtsstraße. 1919 besaß die sogenannte „Luisenschule“ 282 Schülerinnen in zehn Klassen, die dort die mittlere Reife erreichen konnten.
Nach dem Krieg und behobenen Schäden, wurde daraus die Oberschule J.W.v. Goethe, und auch Jungen durften dort die Schulbank drücken. Leser Dietmar Schonnop erinnert sich noch gut an seine Schulzeit und besonders an den Brunnen, der gleich hinter dem Eingang zum Schulhof stand. Er funktionierte nur durch einen Druck auf die Armatur und sorgte in den Pausen für eine gute Erfrischung, so dass es an warmen Tagen nach dem Klingeln zu einem Wettrennen zum Brunnen kam. Oft waren die Pausen leider zu kurz, so dass einige Kinder im „Trockenen“ blieben.
Ingeborg Faustmann war noch klein, als ihre Mutter in der Schule arbeitete. Besonders das Säuglingszimmer blieb für das Mädchen in guter Erinnerung: Babypuppen und große Wickeltische entzückten. Heute lernen dort noch 242 Schüler aus dem gesamten Stadtgebiet.
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