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Spremberg: Nur Informationstafel erinnert noch an Sankt Georgenberg Kapelle

Sankt Geogenberg Kapelle
Sankt Geogenberg Kapelle um 1930

Nur noch ein Findlingshaufen und eine Informationstafel erinnern noch an die Sankt Georgenberg-Kapelle. Den Weg dahin kennt auch Manfred Kamenz. Er schreibt: „Von der jetzigen Georgenstraße, damals Forster Landstraße, gehen heute noch Treppen hinauf. An dieser Kapelle standen Figuren aus Metall. Daneben waren einige Grabstellen, von einem schönen Rosenzaun aus Metall eingezäunt. bekamen nur Offiziere und Reiche der Stadt vom ersten Weltkrieg ihre Ruhe.“
Gestiftet wurde die Kapelle Ende des 15. Jahrhunderts von Jutta von Kittlitz, die damit die Rückkehr ihres Verlobten Seyfried von Loeben aus den Kreuzzügen verewigte. Unter der Kapelle befand sich eine Zisterne. Nachdem sie im zweiten Weltkrieg ausgebrannt war und zunehmend verfiel, wurde sie am 10. Juni 1974 aus Geldmangel der Stadt und der Kirche ohne jegliche Dokumentation abgerissen. „Ewig stand die Kapelle so dort, Bäume wuchsen schon heraus. Auch die Rosenzäune sind verschwunden.
Daneben sieht man den Bismarckturm, der ab diesem Wochenende wieder bestiegen werden kann“, ergänzt noch Manfred Kamenz.

Ergänzungen 
Zur Georgenberg-Kapelle gibt es abweichende Fakten. Die Figuren an der Kapelle waren handgeschmiedete Grabkreuze. Der Rosenzaun schmückte die Grabstelle des Kunstschmiedemeisters Richter, es lag etwa 50 Meter von der Kapelle entfernt. Der Adoptivsohn dieses Handwerkers hatte 1900 bis 1901 das Rosengitter für seinen verstorbenen Adoptivvater angefertigt. Auch die vermeintlichen Kreuzzüge, die Anlass für die Stiftung der Kapelle sein sollten, seien nicht haltbar, da es im 15. Jahrhundert keine solchen Kreuzzüge mehr gab.
Ergänzend schreibt Gerhard Schmidt, dass sich die Zisterne nicht unter der Kapelle, sondern neben ihr befand. Beschädigt wurde die Kapelle übrigens nicht durch die Kriegseinwirkungen, sondern durch eine Windrose, die 1968 die Dachziegel abgerissen hatte.

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