
Mag sein, die alte aus Kopfstein ist längst gut asphaltiert, fast bis zur Haustür. Aber wohnen im ländlichen Raum oder gar arbeiten in solcher Gegend – das braucht heutzutage flotte Pisten ganz anderer Art: Breitbandkabel für schnelles Internet. Überall. In jedem Dorf. Auch und ganz besonders in entlegenen Häusern, ob aus Fachwerk oder stabilem alten Stein.
Erst in wenigen Gemeinden oder Ortsteilen ist den Verantwortlichen klar, dass allein diese „Straßen“, diese aktuell wichtigsten infrastrukturellen Baumaßnahmen, entlegenen, oft malerischen Orten wie Ruhland, Ortrand und den Dörfern dazwischen ihre Chance geben, am Leben zu bleiben oder gar neu belebt zu werden. Ohne sich in technische Details zu verlieren, weiß jede Mutter und jeder Vater schon etwas größerer Kinder, dass ohne gute Handyverbindung und stabiles Internet kein Junge oder Mädchen auf dem Dorf zu halten ist. Mehr noch: Wo eine Gemeinde die Netz-Investition stemmt, wie etwa der 3 000-Seelen-Ort Kolkwitz bei Cottbus letztes Jahr für eine Million Euro, können sich selbst an Ortsrändern innovative Unternehmen jeder Größe niederlassen. Natürlich auch in einem denkmalgeschützten Fachwerkhaus. Oder vielleicht gerade und gern dort.
Bürgermeister, Landräte, Kreistagsleute, Abgeordnete im Landtag müssen dies zuerst vorantreiben. Jedenfalls dann, wenn ihnen der ländliche Raum am Herzen liegt.
Sie erreichen den Autor: j.heinrich@cga-verlag.de
