Sie kann es sich im brandenburgischen Süden leisten, denn Ministerin Kunst steht schwachen lokalen Spitzen gegenüber. Senftenberg und Cottbus raufen sich, streben in gegensätzliche Richtungen. Politischer Wille ist nicht zu erkennen, höchstens gekränkte Eitelkeit: Bitte, liebes rot-rotes Potsdam, nimm uns die alma mater nicht weg. Und vor allem nicht auf so farblose Weise…
Das Gutachten, das dem Standort klare Chancen aufgezeigt hat, ging vor allem mit der BTU nicht zart um. Aber die Analyse war produktiv, die Botschaft klar: Nach zwei Jahrzehnten Probelauf soll jetzt mit geschärftem Profil der heiße Start erfolgen. So war der Befund.
Frau Kunst sieht das anders. Sie will von vorn anfangen. Sie glaubt an nichts von Bedeutung in dieser bettligen Provinz. Es wäre nützlich, ihr mit klarer Ansage zu begegnen. Fundiert fordernd, nicht unterwürfig. Jürgen Heinrich
Viele Bitten, wenig Druck

