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Das Prinzip Pfingsten

Sie erreichen den Autor: j.heinrich@cga-verlag.de

Dann also: „FF – Frohe Fingsten!“ So ulkten die Menschen früher. Dabei wussten sie sehr wohl, wie Pfingsten geschrieben wird, selten aber, was es mit der tieferen Bedeutung des Festes auf sich hat. Das geht den meisten Leuten bis heute so, und auch das schöne Glaubensfest auf den Wittenberger Elbwiesen am vergangenen Wochenende wird daran nichts Wesentliches geändert haben.
Sonnenschein, Gartenfeste, Ausflüge ins Grüne – das ist Pfingsten. Wirklich nicht mehr? Das Fest (dieses Jahr im jungen Juni, sonst meist im satten Maien) steht eigentlich für den Glaubensanfang. Ja, das „Prinzip Pfingsten“ hat mit dem gut vertrauten Sprichwort zu tun, das Glaube Berge versetzt. In unserer jüngeren Geschichte war er einmal ganz wesentlich daran beteiligt, unsere komplette Lebenswelt umzukrempeln. Die friedliche Revolution kam aus den Kirchräumen. Gläubige und Nichtgläubige hatten sich vereint unter Worten und Gedanken, die aus der Bibel kamen.
Heute, da die gewonnene Freiheit voller Gebrechen zu sein scheint, könnte am sonnigen Wochenende ein Bibelwort durchaus hilfreich sein und wieder zum Mittun an den gemeinsamen Dingen ermuntern. Geschrieben steht: Suchet der Stadt Bestes, denn wenn’s ihr wohl geht, so geht es auch euch wohl. Ein logischer Satz, und dabei schon seit so vielen Jahrhunderten richtig.
Wer nach anderen Anregungen aus Kirchenräumen sucht, hat am Sonntagabend viel Gelegenheit dazu. In den späten Stunden zum Pfingstmontag hin sind viele Kirchen offen. Ein schöner Brauch hat sich da entwickelt, der sicher helfen kann, dem „Prinzip Pfingsten“ noch ein wenig mehr auf den Grund zu gehen.

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