
Staunen ist ein Stück Wesensmerkmal von Zirkus. Und so hören wir nicht nur mit offenem Munde von dem Aufgebot an Elefanten, Löwen, Tigern, Seelöwen, Zebras und Papageien, die „Krone“ auftreten lässt, sondern auch von den Protestierern, die Oberbürgermeister Kelch aufgefordert haben, Wildtier-Dressuren in seiner Stadt zu verbieten. Eine emsige Tierschützergruppe glaubt nicht an die Harmonie von Mensch und Tier, die so faszinierend sein kann. Recht haben sie insoweit, als dass wir überall aufpassen sollten, dass Tiere in Menschenhand nicht Qualen leiden. Zum Beispiel die eng angeleinten überfütterten Hunde überall. Aber im Zirkus? – Dressuren in der Manege gehören zum sehr alten menschlichen Kulturgut. Das hat sogar der Bundestag erkannt, der im Juni einen Antrag der Linken zum bundesweiten Tierdressur-Verbot mit CDU/ CSU- und SPD-Mehrheit abgelehnt hat. Gut so.
Wer mag, nutzt die seltene Chance und macht sich selbst ein Bild von „Krone“ und seinen Tieren. Er wird womöglich viele Kinder treffen. Der teure Zirkus hat 600 Karten in Cottbus verschenkt. Auch gut so.
