2014 nur noch vier Schulämter / Mit effizienter Schulaufsicht sollen Lehrer besser ausgebildet werden
Region (MB). Die sechs staatlichen Schulämter und das Landesinstitut für Lehrerbildung sollen – vorbehaltlich des parlamentarischen Beschlusses – zum 1. Oktober 2014 aufgelöst werden, gleichzeitig soll ein Landesamt für Schule und Lehrerbildung (Landesschulamt) als Landesoberbehörde mit vier Regionalstellen errichtet werden. Das Landesschulamt wird seinen Hauptsitz in Potsdam und vier Regionalstellen in Neuruppin, Frankfurt (Oder), Cottbus und Brandenburg a.d.H. haben. In den vergangenen Monaten wurden die rechtlichen, personellen, inhaltlichen und strukturellen Voraussetzungen für den Umbau der Schulaufsichtsstruktur geschaffen. Bildungsministerin Martina Münch erklärt „Mit dem Gesetz schaffen wir eine effiziente und zukunftssichere Schulaufsicht und sichern die Qualität der Lehrerbildung: Die neue Struktur steht für finanzielle und demografische Nachhaltigkeit, trägt zum Bürokratie-Abbau bei und verstärkt die Kapazitäten für die Schulaufsicht vor Ort“. „Mit dieser Struktur kann sich die regionale Schulaufsicht deutlich besser auf die Anforderungen der kommenden Jahre vorbereiten: die Sicherung der Unterrichtsqualität und der Lehrerversorgung.“ Der Beschluss der Landesregierung, in der Landesverwaltung das Personal zu reduzieren, betrifft auch die Schulämter. Von derzeit rund 300 Stellen in den Schulämtern werden 2018 nur noch 240 zur Verfügung stehen. An der Qualität und Quantität der Unterstützung und Beratung der Schulen vor Ort gibt es keine Abstriche, so Martina Münch weiter. Alle 52 Schulrätinnen und Schulräte werden künftig sogar mehr für die Schulen vor Ort da sein können, da sie von Verwaltungsaufgaben entlastet werden. Mit der Zusammenlegungen sollen Aufgaben gebündelt und die Leistungsfähigkeit gesteigert werden.
