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Wirbelsäulenchirurgie in Guben

Modernes Bildgebungs- und Navigationssystem.

Dr. med. Dzmitry Dabravolski demonstriert den jetzt möglichen Betrachtungsfeld bzw. die Scan-Breite des 3D-O-Armes an einem Wirbelsäulenmodell. Foto: DNWG/Renate Kulick-Aldag

Guben (MB). Im Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben nutzt Wirbelsäulen-Spezialist Dr. med. Dzmitry Dabravolski, Chefarzt des Zentrums für Wirbelsäulenchirurgie/-therapie schon seit vier Jahren ein hochmodernes Bildgebungs- und Navigationssystem – die 3D-O-Arm Navigation. Dabei handelt es sich um eine CT-ähnliche geschlossene 3D-Röntgeneinheit, die in jeder Phase des Eingriffs an der Wirbelsäule eine dreidimensionale Aufnahme erstellen kann. Anders als ein herkömmlicher Computertomograph kommt der O-Arm zum Patienten – nicht umgekehrt. Trotz seines Gewichts von 800 Kilo lässt sich der O-Arm an den OP-Tisch rollen und millimetergenau in jede gewünschte Position bringen.

Ein Ring, in dem sich eine 3D-Sensoreneinheit befindet, schließt sich um den Patienten auf dem speziellen OP-Tisch aus Karbon. Nach der 3D-Scan-Aufnahme schwenkt das Gerät beiseite, um dem Operateur Platz zu machen. Die vor dem eigentlichen Eingriff erstellten Bildaufnahmen werden automatisch auf das angeschlossene, computergestützte Navigationssystem übertragen. Der Operateur kann die Anatomie des Patienten und seine Instrumente nun in Echtzeit am Bildschirm sehen, sich orientieren und hochpräzise den nächsten Operationsschritt planen und durchführen. Was ist jetzt neu? Ein kleines Update mit großer Wirkung. Bisher war das Betrachtungsfeld (Field of View) begrenzt auf eine Länge von ca. 15 bis 20 Zentimeter, das entspricht drei bis vier Wirbelkörpern. Nun ist es möglich, die komplette Wirbelsäule mit einem Scan zu erfassen.

Die Vorteile: eine verringerte Strahlenbelastung für Patienten und Personal, eine Verringerung der OP- und Narkosezeiten, eine weitaus höhere Aufnahmequalität, die u.a. Arterien und Aorta sowie Wirbelkörper sehr gut sichtbar macht, und damit eine größere Sicherheit bringt. „Diese Technik gehört zu den besten der Welt“, ist Chefarzt Dr. Dabravolski, der das Wirbelsäulenzentrum ist Guben leitet, überzeugt.

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