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Auftakt für die Sarkophag-Restaurierung

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Nach einer Inventarisierung der vorhandenen Teile und deren wissenschaftlicher Untersuchung wird ein Konzept zum Wiederaufbau des Sarkophags aufgestellt Foto: Stadt Forst

Wichtiger Tag für den Europäischen Parkverbund im Schlosspark Brody

Forst (MB). Bereits in einer Reisebeschreibung von 1789 ist der steinerne Sarkophag an der Langen Allee im Schlosspark Pförten/Brody erwähnt, den Alois Graf von Brühl (1739-1793) errichten ließ. Das Denkmal war dem Oberjägermeister von Gablenz und dem Reichsfreiherrn Karl Gotthelf von Hund und Altengrotkau (1722 – 1776) gewidmet. Der Sarkophag stand ursprünglich auf vier Steinkugeln und war von zwei Obelisken flankiert. Die Spitze des einen Obelisken war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg abgebrochen. Als Material wurde Sandstein verwendet. Eine Inschrift im Sarkophag besagte: „Piis manibus amicorum“ (Durch die treuen Hände der Freunde). Eine rahmende Bepflanzung aus Farnen und Koniferen umspielte den Steinsarg malerisch. „Die Gestaltung am Sarkophag bildete den Auftakt für spätere umfassende landschaftliche Umgestaltungen im Schlosspark Brody ab 1807“, so Claudius Wecke, Parkleiter in Branitz und Kenner des Pförtener Schlossparkes. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Sarkophag zerschlagen. Man hatte vermutlich einen wertvollen Inhalt erwartet. Als von Moosen geschützter Steinhaufen existieren die einzelnen Teile heute an gleicher Stelle im Park. Die Obelisken liegen umgekippt neben dem Sarkophag und sind nahezu unbeschadet. Am Dienstag, starteten nun die Arbeiten für die Vorbereitung zur Restaurierung des Sarkophags. Möglich ist dies durch die dankenswerte finanzielle Unterstützung der Hermann Reemtsma Stiftung aus Hamburg. Deren Geschäftsführer Dr. Sebastian Giesen traf sich aus diesem Grund anlässlich des Beginns der Untersuchungen mit Verantwortlichen des Parkverbundes im Schlosspark Brody, darunter dem Bürgermeister der Gemeinde Ryszard Kowalczuk, Claudius Wecke für Cottbus-Branitz und Sven Zuber für Forst. Nicht ausgeschlossen ist, dass die komplette Restaurierung bis Ende 2017 abgeschlossen wird. Wer Zeichnungen oder Bildmaterial zum Sarkophag hat, kann sich an die Stadt Forst wenden.

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