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Autowerkstatt setzt auf Vorsorge

Während der Arbeitszeit das Fitnessstudio auf Kosten des Chefs besuchen? Was zunächst wie ein frommer Wunsch klingt, gehört bei „Auto Linke“ zur Gesundheitsvorsorge Foto: HWK

Die Gesundheit der Mitarbeiter liegt Marco Neumann am Herzen

Cottbus (hwk). Kfz-Technikermeister Marco Neumann setzt in seinem Unternehmen auf Gesundheitsvorsorge. Pro Woche gehen die Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit eine Stunde in ein Fitnesszentrum. Bezahlt wird das Ganze vom Chef. Im Jahr kostet die Vorsorge pro Mitarbeiter rund 500 Euro. Marco Neumann, Inhaber des Kfz-Meisterbetriebes „Auto Linke“ in Cottbus, ist es das wert. „Ich selbst hatte vor einigen Jahren einen schweren Bandscheibenvorfall“, sagt der 48-jährige Unternehmer. Er hatte große Schmerzen, fiel aus und kämpfte sich dann wieder zurück ins Arbeitsleben. Aus diesen Erfahrungen heraus entstand die Idee. Die Mitarbeiter wurden gefragt, fanden den Vorschlag gut und  nehmen die Sache sehr ernst. Im Fitnesszentrum „Medi Fit Vital“ trainieren sie nach ganz individuellen Plänen. Marco Neumann profitiert von der Gesundheitsvorsorge. Die Mitarbeiter fallen seltener aus. Das ist gut, denn es brummt in der Werkstatt. 2016 war ein sehr gutes Jahr.  Am 1. Juni 2006  startete Marco Neumann das Abenteuer Selbstständigkeit. Er übernahm die 1977 gegründete Kfz-Werkstatt von Eberhard Linke. Bereut hat er den Schritt nicht. Seit knapp zwei Jahren ist er am neuen Standort Merzdorfer Weg 36 auf knapp 3 000 Quadratmetern. Neue Achsmesssysteme und Hebebühnen sorgen für  noch mehr Effizienz und noch mehr Qualität, die durch die gut ausgebildeten Mechaniker garantiert werden.
Marco Neumann, selbst Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss der Handwerkskammer, schickt seine Mitarbeiter regelmäßig zur Weiterbildung. „Wir müssen immer am Ball bleiben“, sagt der Handwerksmeister. „Die Technologien in den Fahrzeugen und der Markt der freien Kfz-Werkstätten werden sich in den kommenden Jahren weiter verändern.“

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