
Kirchenbau ist Mittelpunkt der Karlstraße / Tüchtige Gewerbetreibende:
Cottbus (bw). Fragt man Heimische nach dem Weg in die Karlstraße, nennen sie immer die Kreuzkirche als Orientierungspunkt. Tatsächlich ist dieser einzige Kirchenbau des späten 19. Jahrhunderts in Cottbus ein imposantes Bauwerk, das die Rolle des Cottbuser Nordens betont. Bereits im Jahr 1878 wurde der Beschluss zum Bau dieses Gotteshauses gefasst. Die Kirche hat weder Turm noch Glockenstuhl, denn nach einem Erlass des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm IV. durften die Kirchen der Altlutheraner nicht über die unmittelbare Umgebung hinausragen. Die Orgel wurde erst 1904 von der Orgelbaufirma Heinrich Schlag aus dem schlesischen Schweidnitz erbaut.
Das Ende der Karlstraße markiert der Nordfriedhof. An der Grenze zur Gemarkung Schmellwitz 1870 eingeweiht, wurde die Anlage bereits 1892 erweitert. Die Feierhalle entstand 1929 und wurde 2008 saniert. Dieser Friedhof ist letzte Ruhestätte bedeutender Cottbuser, zum Beispiel Walter Drangosch, Heinrich Liersch, Gotthold Schwela und Elisabeth Wolf.
Die Karlstraße selbst hat sich zu einer attraktiven Geschäftsstraße gemausert. Dazu gehört auch der „Pflegedienst Albinus“. Seit 25 Jahren wird hier alles rund um Pflege und Gesundheit, Betreutes Wohnen und persönliche Zuwendung getan. „Wir haben unser Betreuungsfeld jetzt um den Bereich der professionellen Versorgung nicht heilender Wunden erweitert. Das betrifft ganz besonders Diabetiker“, erklärt Mandy Albinus. Sie ist hinaus Anlaufperson für alle Fragen zu Pflegebedarf und anfallenden Kosten und macht dafür gerne auch Hausbesuche. „Information und Beratung stehen immer am Anfang aller Bemühungen, Individualität und Lebensqualität im Alter zu erhalten.“ Pflegedienstleiter Jens Albinus, Experte des neuen Bereiches für Wundversorgung, ergänzt: „Beim betreuten Wohnen können wir sogar kurzfristig behilflich sein. Und wir suchen derzeit noch Pflegefach- und -hilfskräfte.“
Wesentlich länger, nämlich seit 1913, gibt es die Firma „Schenker Fahrrad & Service“ in Cottbus. Heute sind hier über 900 Fahrräder im Angebot, vom Geburtstagsgeschenk für den Siebenjährigen bis zum perfekten Tourenrad für den kommenden Sommer. „Derzeit sind natürlich E-Bikes groß im Kommen. „Sommer, Sonne, Rückenwind“ ist unser Motto, und dafür haben wir alles anzubieten, was beim Radfahren Spaß macht“, verrät Inhaber Axel Schulrath. „Natürlich ist eine Probefahrt möglich. Und wenn wirklich mal etwas klemmt, ist unsere Werkstatt für alle Fälle vorbereitet.“
Alle Voraussetzungen für die nächste Tour auf dem Lausitzer Gurkenweg (s. S.11) oder nur in den eigenen Garten sind also gegeben.
