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Die Rosen, Brühl und die Schwarze Jule

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Auch das Jahr 2014 wird ereignisreich in Forst. Der neue Kalender bietet 45 Seiten voller Veranstaltungen und Ausstellungen allein fürs I. Halbjahr. Ein Höhepunkt wird das Reitturnier im Radstadion

Zum Erfolgsjahr gehört auch die Nachricht: Die Gewerbesteuern fließen „auf hohem Niveau“
Forst (Hnr.). Es war ein Traumjahr für die Stadt Forst und alle Einwohner, glaubt Bürgermeister Dr. Jürgen Goldschmidt, und es dürfte kaum Widerspruch zu dieser Feststellung geben. Mit dem Jubiläum 100 Jahre Ostdeutscher Rosengarten und der 3. Deutschen Rosenschau an dieser Stelle hat die Stadt ein Jahr erlebt, das in ihrer Chronik immer herausragenden Rang behalten wird. „Sicher haben nur wenige geglaubt, dass der Rückgriff auf die große Tradition der Rosenschauen derartige Begeisterung auslösen könnte“, sagt der Bürgermeister und meint damit sowohl die Gestalter der Ereignisses als auch die Besucherresonanz.
„Wir hatten fast doppelt so viel Besucher wie die letzte Rosenschau vor 75 Jahren, nämlich 180 000. Viel mehr, als wir erhoffen durften“, freut sich der leidenschaftliche Forster, der selbst einen sehr hohen persönlichen Anteil an diesem Erfolg hat, vom Konzept her bis zu seiner  fast täglichen Präsenz auf allen Bühnen, in Medien und bei Fachpublikum und Bürgern.
Rund vier Millionen Euro sind in zwei Jahren in Deutschlands schönsten Garten investiert worden. Gewürdigt hat die Fachwelt die Rosenkultur, aber auch die konsequente Rückgewinnung eines einzigartigen landschaftsgärtnerischen Jugendstilensembles.
Der Garten war 2013 ein Mekka der Rosenfreunde und -fachleute aus ganz Deutschland. Es  gab über 30 Tagungen und weitere Veranstaltungen.
Auch in diesen weihnachtlichen Tagen bleibt der Rosengarten den Forstern einen Spaziergang wert. Die stillen Wege und in jedem Wetter edlen Reize sind bis Ende April kostenfrei zu genießen. Danach beträgt der Eintritt entsprechend Stadtverordnetenbeschluss 5 Euro (einer mehr als bisher), die Dauerkarte kostet 30 Euro, im Vorverkauf bis 30. April nur 25 Euro).
Mit dem enorm ertüchtigten Rosengarten hat Forst der sonst eher blassen Region „Gesicht gegeben“, findet der Bürgermeister. „Wir werden klarer wahrgenommen in anderen deutschen Landen.“ Dazu habe aber auch die Brühl-Ehrung beigetragen. Der auch weiter umstrittene Graf „hat als einflussreiche Person der Geschichte Bedeutendes für die Menschen dieser Region getan“.
Mit viel Emotionen sind die Rückkehr der Schwarzen Jule aus dem Museum in ihre Heimatstadt und ihr 120-jähriges Jubiläum gefeiert worden. „Alle Ereignisse zusammen haben Forst interessanter gemacht“, fasst das Stadtoberhaupt zusammen, und ergänzt:  „Mit dem Erlebnisgut Neu Sacro, wo zwei Millionen investiert wurden, und dem Forster Hof, mit 1,5 Millionen neu in Szene gesetzt, hat uns auch privatwirtschaftliches Engagement voran gebracht.“ Am Schluss des Jahres freut sich die Stadt an der wunderbaren Rosengarten-Bilanz, aber auch an „stabilen, für Forster Verhältnisse hohen Gewerbeeinnahmen.“
Damit eröffnen sich Möglichkeiten für neue Projekte. Im Jahr 2014 wird es mit dem Reit- und Springturnier plus Steherrennen und Europameisterschaften auf der Bahn erneut viel Aufmerksamkeit für Forst geben. Zugleich hat diese Woche die Vorbereitung des 750-Jahr-Festes 2015 konkret begonnen.

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