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Region: Die sensiblen Schönheiten des Halbschattens

150516brieske
Straußenfleisch und Produkte von Straußenleder, auch Alpaka-Wollenes und andere Überraschungen gab’s letztes Wochenende in der Baumschule Dubrau bei Forst. Stars aber waren die Rhododendren in allen Größen und Farbspielen von schneeweiß über golden, grellrot, klassisch-violett und flieder bis zu clownesker Mehrfarbigkeit. Zu hunderten strömten die Kunden zum Rhododendronfest. Und wer nach all der Pracht nicht ruhig schlafen konnte, kann auch an allen kommenden Frühlingstagen seine „Stars“ kaufen kommen. Die kompakt getopften Wurzelballen erlauben ganzjährige Verpflanzung. Fachlichen Rat gibt’s sowieso dazu Fotos: J. Hnr.

Beim Rhododendron kommt’s auf starkes Pflanzgut, optimalen Boden und etwas Gärtnerglück an.

Dass Senftenberg eine Umgehungsstraße bekam, hat einen entscheidenden Nachteil: Der Durchreisende erlebt nicht mehr die prächtigen Rhododendron-Riesen in den Vorgärten der Briesker Gartenstadt. Wahrscheinlich sind die mit der Siedlungsanlage vor 100 Jahren gepflanzt worden. Lausitzer haben das Bild im Kopf – ebenso wie die märchenhaft schöne Anlage des Kromlauer Parks und die Maienkulisse im Forster Rosengarten. Dort sind bei der Rekonstruktion des Gartens zum 100-jährigen Jubiläum 2013 große Bestände zurückgenommen und zugleich neue Haine angelegt worden. Wer sich für Rhododendren interessiert, kann hier in diesem und den nächsten Jahren verfolgen, wie mehr oder weniger erfolgreich Fachleute mit dem „Rosenbaum“ umgehen.
In Forst waren neben den Gärtnern des Parks selbst auch Fachleute der Baumschule Dubrau am Werk. Sie besteht seit 20 Jahren und hat sich, wie das Wochenend-Fest zeigte, im großen Stil auf Rhododendren eingelassen. Und damit beackert sie ein weites Feld.
Der Rhododendron (griechisch für „Rosenbaum“) heißt erst seit Carl v. Linné so; vorher galt dieser Name für den bei uns nur in Kübeln kultivierbaren Oleander. Auch sonst hat er’s faustdick hinter den lederharten Blättern: Es gibt ihn in über 1 000 (!) Arten, und er wächst in 5 500 Meter Höhe im bitterkalten Himalaja ebenso gut, wie in tropischer Hitze. Hier in unseren milden Breiten sind sortenreich drei Arten verbreitet, denen zumindest dies gemein ist: Sie haben alle recht flache Wurzeln und die wollen unbedingt sauren Boden.
Natürlich gibt dazu der Gartenbaubetrieb Rat und auf Wunsch auch säckeweise Erde mit. Aber dann kommt es darauf an, die Sträucher immer, auch in frostfreien Wintertagen, gut zu gießen. Ja: und natürlich auf den Grünen Daumen …    Hnr.

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