
Forster Landstraße mit ínteressanter Geschichte:
Spremberg (mk). Die Forster Landstraße verbindet die Perle der Lausitz mit der Kreissadt Forst und Döbern. Derzeit wird sie auch als Ausweichstraße nach Slamen genutzt, da die Brücke am Schloss fehlt. Während heute die Solaranlagen an der Straße in der Sonne glänzen, wissen vor allem ältere Spremberger das hier vor gar nicht allzu langer Zeit etwas ganz anderes glänzen musste: die Stiefel. So war dieses Gebiet einst Kasernengelände. Es wurden hier zwischen 1935 und 1938 sechs Unterkunftsgebäude gebaut. Fast 70 Jahre lang prägte das 26 Hektar große Kasernenareal nicht nur das Bild der Forster Landstraße sondern auch das der gesamten Stadt. Die eindrucksvollen Bauwerke, an das markante Wirtschaftsgebäude mit Uhrenturm, erinnern sich noch viele, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetarmmee genutzt. Übrigens nutzte nicht nur die Armee sondern auch das Spremberger Krankenhaus vorübergehend die Räume dieser Kaserne. Nach dem Abzug der Sowjetarmee im Herbst 1953 wurden hier Einheiten der Kasernierten Volkspolizei stationiert. Am 20. August 1956 erfolgte hier die Gründung des Spremberger Regiments der NVA mit dem 14. und 15. Panzerregiment der 7. Panzerdivision. Der letzte Appell fand an diesem Standort am 18. Juni 1992 statt. Infolge nutzte man noch Gebäude durch Handwerksbetriebe und Institutionen, aber alles hatte keine Zukunft.
