Gubener Team im Hochtechnologiebereich unterwegs.
Cottbus (MB). Die Gewinner des 19. Lausitzer Existenzgründungs-Wettbewerbes (LEX), der von der Wirtschaftsinitiative Lausitz e.V. (WiL) durchgeführt wird, stehen fest.
Den ersten Platz, der mit einem Preisgeld von 5.000 Euro dotiert ist, belegte ein vierköpfige Team aus Guben. Dr. Owen C. Ernst, Anne Handschick, Barbara Handschick und Dr. David Uebel) haben mit „quantum grade materials” einen weltweit einzigartigen Prozess patentiert, mit dem das Gas Silan 28 hergestellt werden kann. Dieses ist unerlässlich für den Bau von Quantencomputern. Bislang wurde Silan 28 in einem deutlich langwierigeren Verfahren ausschließlich in Russland hergestellt. Die Jury war von der absolut innovativen Gründung auf einem weltweit einmaligen technischen Niveau aus der Lausitz überzeugt, die den Bau Quantencomputersysteme nicht nur optimiert, sondern auch bestehende Abhängigkeiten verringert. Eine Testfertigung entsteht derzeit im Gründerzentrum Dock 3 in Schwarze Pumpe. Den zweiten Platz belegte der Gründer Martin Grunewald. Der Lausitzer betreibt das Cottbuser Suppenstübchen. Daneben belebt er den Jänschwalder Konsum mit einer Kombination von Restaurant und Einkaufsmöglichkeit. Zudem bietet er von dort aus für Schulen, Kitas und Betriebe eine Mittagsversorgung mit regionalen Produkten. Den dritten Platz holte „Seenland Safran”. Der gelernte Mechatroniker Matthias Trentzsch ist einer von nur rund einem halben Dutzend Safran-Anbauern in Deutschland. Er nutzt die idealen Boden- und Witterungsbedingungen in der Lausitz, um das extrem begehrte und mit bis zu 70.000 Euro pro Kilogramm ebenso teure Gewürz, aus den Stempelfäden der Krokus-Blüte zu gewinnen. Medizinische Anwendungen sind ebenso in Planung wie die weltweit erste Safranzupfanlage. Der Gründer arbeitet an einem weltweit ersten Verfahren zur automatisierten Ernte der kostbaren Blütenfäden.
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