
In Papitz ist das Landleben zuhause
Papitz (mk). Hoch zu Ross ist Günter Sorge in Papitz unterwegs. Dreimal die Woche sattelt er die Stute Lale Gran, die einst viele Preise als Springpferd gewann auf, um von Papitz bis nach Gulben, Dahlitz oder Ruben auszureiten. „Damit meine ich die Gemarkung. In die Dörfer reite ich nicht“, sagt der erfahrene Reiter, der sein Alter geheim hält. Dass er im Zweiten Weltkrieg Soldat war, lässt aber bereits auf ein biblisches Alter schließen. Froh ist der Papitzer deshalb, noch immer fest im Sattel sitzen zu können. Lale Gran ersprang einst zahlreiche Preise. „Ein erfolgreiches Pferd“, sagt der Reiter. Dreizehn Jahre ist die Stute an seiner Seite. „Sie ist hier im Stall geboren“, erzählt Günter Sorge.
Gegenüber der Kirche des 500 Einwohner-Dorfes schaut Hobbyimker Dieter Franzke seinen Bienen beim geschäftigen Treiben zu. Von seinen 15 Völkern hat nur eines den Winter nicht überlebt. Derzeit nutzen die Bienen die Baumblüte zum Nektar sammeln. Seit 1985 ist Dieter Franzke Imker. Er hofft, dass sich durch den frühen Frühling nicht auch die Milben zu stark vermehren.
In der Dorfkirche selbst wird derzeit umfassend gemalert. Selbst die Bänke werden
lackiert. Ende April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Organist Bernhard Schiemenz, der auf der 190 Jahre alten Orgel spielt, bedauert, dass die Pfarrstelle Papitz-Krieschow derzeit unbesetzt ist. Einmal die Woche hält seit einem Jahr im Ort auch ein Bus mit Lebensmitteln und Zeitungen. Fahrer und Verkäufer Bernd Kasprick würde sich aber gern mehr Kundschaft wünschen.
