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Ländliches Wissen im Vierseitenhof

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Großes Rätselraten – Um welches Getreide handelt es sich wohl? Margarete Klatt (li) vom Förderverein für das Haus der Landwirtschaft löst auf Fotos: Y. Simon-Redlich

Besucheransturm im Haus der Landwirtschaft Großräschen:
Großräschen (ysr). Mit Ungeduld standen die ersten Besucher schon vor Eröffnung am 22. November vorm Haus der Landwirtschaft in Großräschen. Der Einladung des Vereins zum Tag der offenen Tür sind viele Bürger gern gefolgt, denn sie waren gespannt, was aus dem ehemaligen Vierseitenhof, der gut zehn Jahre leer stand, geworden ist. Als Schandfleck wurde das direkt am Markt gelegene Gebäude in der Vergangenheit bezeichnet. Mit Stolz präsentierte hier nun der neu gegründete „Förderverein für das Haus der Landwirtschaft und Großräschener Weinbau“ e.V. die sanierten Räume.
Im Grünen Klassenzimmer präsentierte Magarete Klatt, Lehrerin der Oberschule Großräschen und Vereinsmitglied, Sämereien, wie sie auch von der Agrargenossenschaft verwendet werden. Ihr liegt die Landwirtschaft im Blut. Sie selbst ist mit ihr groß geworden. Ihr ist es wichtig, die Wertigkeit der Landwirtschaft nach außen zu tragen. „Wir alle verbrauchen täglich landwirtschaftliche Güter. Doch kaum einer weiß, woher diese kommen“, so Margarete Klatt. Und die Räume des Gebäudes sind vom Hof, über die Weinscheune und die Landwirtschaftausstellung gut gefüllt. Letztere zeigt unter anderem Fundstücke vom Landhof Drochow. Der Verein freut sich hier über weitere Schätze und Spenden. Auch Bürgermeister Thomas Zenker lässt es sich nicht nehmen, persönlich vorbei zu schauen. „Noch vor zwei Jahren stand die Frage im Raum, was aus dem Leerstand wird“, sagt er. Umso zufriedener ist er mit dem, was die rund 30 Mitglieder des Fördervereins auf die Beine gestellt haben. In die Verwirklichung der Ideen sind rund 1,5 Millionen Euro investiert worden, die sich mittelfristig lohnen werden. Der Hofladen wird jetzt schon sehr gut angenommen. Und selbst die integrierte Wohnung mit Dachterrasse hat schnell neue Mieter gefunden. Ein Backofen soll noch im Hof entstehen. Dieser soll den Stil des Gebäudes noch unterstreichen. Hauseigenes Brot soll dann hier angeboten werden. Der Baustart ist witterungsabhängig, aber noch dieses Jahr. Wer neugierig geworden ist, hat am 6. Dezember die Möglichkeit, einen Blick hinter die Mauern zu werfen. Dann wird es im Hof, zeitgleich zum Weihnachtsmarkt, verschiedene Stände geben, die ebenfalls zu einem Bummel einladen.

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