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Mittel für Flüchtlinge

141227landkreis
Ortsvorsteher Jörg Bergner (Mi.) nahm stellvertrend für 163 Dörrwalder den ersten Preis im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ entgegen. Vor allem das ehrenamtlich Engagement und die starke Wirtschaftlichkeit haben zu der Entscheidung der Jury beigetragen Foto: Landkreis OSL

Landkreis OSL erhält über eine Million Euro:
Region (MB). Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz erhält weitere finanzielle Unterstützung für die Unterbringung und soziale Betreuung von Flüchtlingen. Vorgesehen ist die möglichst rasche Bereitstellung von rund einer Million Euro durch die Landesregierung, wie der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Roick mitteilte. Es handelt sich um den Anteil des Kreises an den Mitteln, die dem Land vom Bund zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt gibt Brandenburg neben erheblichen Eigenmitteln daraus 22,5 Millionen Euro für ein Sofortprogramm an die Kommunen.
Brandenburg stehen in den Jahren 2015 und 2016 für die Aufnahme und Unterbringung von Asylsuchenden zusätzlich jeweils 15 Millionen Euro zur Verfügung. Der Großteil dieser Bundesmittel wird direkt an die Landkreise und kreisfreien Städte weitergereicht, wo der Bedarf am größten ist.
„Mit dem Geld können in unserer Region schnell und unbürokratisch die Voraussetzungen für eine angemessene Unterbringung der Menschen geschaffen werden“, so Wolfgang Roick. „Wir müssen uns auch stärker um die medizinische Erstversorgung der Flüchtlinge, ihre Integration und um den Schulunterricht für die Kinder kümmern. Die Augen vor der Not von Syrern und anderen Flüchtlingen zu verschließen, würde gegen unsere grundlegenden Werte verstoßen. Daran sollten wir uns gerade zu Weihnachten erinnern.“
Für das laufende Jahr wird in Brandenburg mit rund 6 000 Asylbewerbern gerechnet. Die meisten kommen aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Viele von ihnen sind vor dem Terror von islamistischen Gruppen geflohen.
In aller Regel wird ihnen in Deutschland Asyl oder sonstiger Schutz gewährt. Die Zahl von Kriegsflüchtlingen und Asylsuchenden ist in den vergangenen Monaten bundesweit stark gestiegen; eine Antwort auf die dadurch entstehenden Herausforderungen sind die zusätzlichen Finanzmittel von Bund und Land.

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