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Pilotprojekt ReUse Hub in Kolkwitz

Platten aus DDR-Wohnbau wiederverwenden.

Kolkwitz (MB). Aus Altem Neues schaffen: Die Gemeinde hat mehr als 521.000 Euro aus Strukturstärkungsmitteln für ihr Pilotprojekt ReUse Hub er halten. Dabei werden Betonplatten aus dem DDR-Wohnungsbau für den Neubau eines Mehrzweckgebäudes an der Sportanlage Jahnstraße wiederverwendet. Während der Rohbau über ein Europäisches Forschungsprojekt finanziert wird, kommt das Geld für den Innenausbau und die Ausstattung aus dem Strukturstärkungsgesetz. Den symbolischen Scheck über diese Mittel hat am 29. April der Lausitzbeauftragte des Ministerpräsidenten, Dr. Klaus Freytag, an Bürgermeister Karsten Schreiber, übergeben.

Das Verfahren zur Verwertung von Betonplatten aus DDR-Bauten hat die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts „Horizon 2020 – ReCreate“ entwickelt. In Kolkwitz wird das Verfahren erstmals praktisch umgesetzt. Der Mehrzweckbau mit Modellcharakter für klimafreundliches Bauen soll öffentlich genutzt werden – von Vereinen, dem Ortsbeirat oder für Bildungs-, Kultur- und Sportangebote. Am Standort befindet sich bereits der Sportplatz des Kolkwitzer Sportvereins 1896 e.V. Freytag unterstrich: „Das Pilotprojekt zeigt, dass aus der alten DDR-Platte Neues mit Zukunft entstehen kann – ressourcenschonend und klimafreundlich. Durch die Wiederverwendung der Betonfertigteile wird der Primärenergieverbrauch beim Bau des ReUse Hub erheblich gesenkt.“

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