
Heimatverein führt Jugend in Stadtgeschichte ein:
Schwarzheide (trz). Was für ein Morgen für Marie Meyer und Florian Brose: Die beiden frischgebackenen Azubis der Schwarzheider Stadtverwaltung stehen gut 30 Meter über ihrer Kommune und schauen auf das Bürgerhaus hinab. Dort sitzt ihr Lehrherr, nämlich Bürgermeister Christoph Schmidt. Die beiden 19-Jährigen haben den Wasserturm bestiegen und genießen einen fantastischen Ausblick über Schwarzheide, das sich von West nach Ost über eine Länge von rund zehn Kilometern erstreckt. Direkt unter ihren Füßen breitet sich die Wasserturmsiedlung aus, die in den 1930er-Jahren im Zuge des Aufbaus der BRABAG; der heutigen BASF Schwarzheide GmbH, entstand. „Dieses Ensemble wurde Ende der 1990er-Jahre komplett saniert“, berichtet Doris Lanzke. Die Archivarin des Kultur- und Heimatvereins sowie Vorstandsmitglied Ursula Steinborn haben die beiden Lehrlinge auf den Wasserturm ihrer Heimatstadt eingeladen. Sie sollen mal einen Eindruck vom Ort ihres künftigen Wirkens bekommen. Die Idee dazu entstammt dem Verein, der in diesem Jahr seinen 20. Gründungstag feiert. „Wir wollen künftig den städtischen Lehrlingen einen lebendigen Einblick in die Historie unserer Stadt vermitteln“, erklärt Doris Lanzke. Dazu sei sie mit Marie Meyer und Florian Brose auf’s Fahrrad gestiegen, gemeinsam habe das Trio die Stadt erkundet. Die Jugendlichen sind vom neuen Angebot sehr angetan. „Schwarzheide ist meine Heimatstadt. Ich weiß ja schon eine Menge, habe jetzt aber noch viel Neues erfahren“, resümiert Florian Brose.
