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Spremberg: Ab Montag wird Vorsperre entschlammt

30 000 Kubik sollen aus dem Randbereich geholt werden, um den Spremberger Stausee zu entlasten.

In dieser Woche trafen Volker Krause und Volkmar Zarach (beide LMBV), sowie der Bauleiter Steffen Jaint vom ausführenden Unternehmen, der Tief- und Wasserbau GmbH Boblitz, erste Vorbereitungen zur Entschlammung der Vorsperre. In der kommenden Woche soll mit dem Absaugen begonnen werden Foto: Mathias Klinkmüller

Spremberg (mk). Im Wasser liegt ein Schwimmbagger. Eine Leitung schlängelt sich am Ufer der Vorsperre entlang. Hier werden große Container aufgebaut. Männer mit Helmen laufen umher. Groß ist der Aufwand der von der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) betrieben wird, um den Stausee als Naturschutzgebiet und Tourismusmagnet zu erhalten.
30 000 Kubik des Eisenhydroxidschlammes sollen bis Ende Juni aus der Vorsperre gesaugt werden. Mittels Schwimmbagger wird der Schlamm nach oben gesaugt und zum Ufer per Leitung transportiert, wo der Schlamm entwässert und nach Lauta zur Verwertung gebracht wird. Volkmar Zarach, der Leiter für Rekultivierung und Umweltschutz bei der LMBV erklärt, dass diese Maßnahme etwa eine Million Euro kostet. Bei einer einmaligen Entschlammung wird es aber nicht bleiben. Zukünftig wird das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) jährlich die Vorsperre entschlammen müssen, schätzt der Experte ein. Schließlich ist das LUGV für die Vorsperre zuständig. Die LMBV, so Volkmar Zarach, übernimmt die erste Entschlammung, da Eile geboten ist. Nach der Entschlammung wird damit gerechnet, dass die Vorsperre 63 Prozent des Eisenhydroxidschlammes zurückhalten kann. Möglich ist dies, da mit einer Verweildauer von 28 bis 32 Tagen gerechnet wird, so dass sich der Schlamm am Boden absetzen kann. Künftig will das LUGV auch die Insel in der Vorsperre herausnehmen, damit sich der Schlamm nicht nur am Rand sondern in der ganzen Vorsperre absetzen kann.  Insgesamt halten Stausee und Vorsperre 93 Prozent des Eisenhydroxidschlammes zurück. Der Rest fließt Richtung Cottbus und Spreewald weiter. Auch die Bekalkung an der Brücke Wilhelmsthal geht weiter.

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