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Sprembergs Heimatsage erwacht zu neuem Leben am 10.10.

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Jutta von Kittlitz vor den Resten der von ihr gestifteten Georgenbergkapelle Foto: T. Richter-Z.

Unter’m Bismarckturm wird am 10. Oktober erstes Georgenbergfest gefeiert:
Spremberg (trz). Es war einmal vor langer Zeit. Genauer gesagt im zwölften Jahrhundert. Da lebte in Spremberg die Tochter des Besitzers der Herrschaft Spremberg, nämlich Jutta von Kittlitz. Diese stieg Tag für Tag auf den Georgenberg, um nach ihrem Liebsten, Seyfried von Loeben, Ausschau zu halten, der in einen der Kreuzzüge gezogen war. Aus Dank über die glückliche Rückkehr ließ Jutta die Kapelle auf dem Georgenberg errichten. So erzählt es zumindest die bekannteste Spremberger Heimatsage. Am 10. Oktober soll nun diese Handlung am Originalschauplatz nachgespielt werden. Im Rahmen des ersten Georgenbergfestes schlüpft Veronika Dubau von der Tourist-Information direkt unterm Bismarckturm in das Kostüm der Jutta von Kittlitz. Günther Kalliske aus Barzig bei Großräschen, ansonsten als „graues Männlein“ bekannt, wolle den Boten präsentieren, dem die holde Jungfrau einen Brief an ihren Geliebten übergibt. Ob die Jutta ihren Seyfried von Loeben am Ende tatsächlich wiedersehen wird, können die Besucher am Abend des 10. Oktober (ab 18 Uhr) miterleben. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat der Spremberger LAGA-Verein übernommen. Kein Wunder, bildet doch der Stadtpark das Kernstück des künftigen Areals der Spremberger Landesgartenschau 2019.
Darüber hinaus können sich die Kinder auf einen Lampionumzug zum Erntedankfest freuen, das um 19 Uhr beginnt. Der Eintritt ist frei. Wenn das Spektakel gut angenommen wird, könnte es künftig alljährlich aufgeführt werden, kündigt Günther Kalliske an.

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