Mit einem Sieg gegen den Tabellenletzten will Energie Cottbus heute Nachmittag, 22. Januar, die Konkurrenz wieder unter Druck setzen
Der FC Energie präsentierte sich zum Rückrundenstart jedoch auch als Sorgenfall. In Düsseldorf ging die Mannschaft in vermeintlicher Bestbesetzung mit 1:3 unter. Vom Cottbuser Angriffsfußball fehlte jede Spur. Verglichen mit dem 3:1-Pokalerfolg in Wolfsburg wirkte die Mannschaft wie ausgewechselt. Aus einer schwachen Mannschaftsleistung stachen Brzenskas Stellungsfehler und Rogers ständige Ballverluste im Spielaufbau noch negativ hervor. Energie nahm den Kampf mit einem erfolgshungrigen Gegner nicht an.
Das 1:0 war dafür symptomatisch. Nach einer Balleroberung am eigenen Strafraum schalteten die Gastgeber schnell um und spielten den Ball direkt nach vorne. Bröker ließ Brzenska schließlich mit einem einfachen Täuschungsmanöver ins Leere laufen und konnte den Konter problemlos abschließen. Energie wurde überrumpelt. Überraschend kam der Rückstand zu diesem Zeitpunkt dennoch nicht.
Im zweiten Durchgang sollte alles besser werden. Nach drei Minuten hatten die Düsseldorfer jedoch schon wieder einen Angreifer in Einschussposition gebracht. Lambertz ließ Kirschbaum mit seinem präzisen Kopfstoß nach einem durchdachten Spielzug keine Chance. Düsseldorf sah wie der sichere Sieger aus. Nur der glückliche Anschlusstreffer von Petersen sorgte noch einmal für Hoffnung. Zwei Minuten nach dem 12. Saisontreffer des Torjägers stellte Fink nach einem Eckball aber den 3:1 Endstand her. Für den FC Energie sollte dieses Spiel eine Lehre sein. Der Teamgeist hat zumindest in diesem Spiel versagt. Wollitz kündigte als Konsequenz einige Änderungen bei der Aufstellung an. Brzenska ist gelb gesperrt gegen Bielefeld mit Sicherheit nicht dabei.
Da ist es nur von Vorteil, dass der Verein zuletzt zwei weitere Problemfälle lösen konnte. Ziebig verlängerte seinen Vertrag für drei weitere Jahre. Gemeinsam mit Shao ist er der vereinstreueste Spieler im derzeitigen Aufgebot. Auch der Chinese soll bleiben. Zum anderen ließ Wollitz seinen unzufriedenen Ergänzungsstürmer Sergiu Radu nach Aachen ziehen. Er konnte nicht an seine ersten beiden erfolgreichen Jahre in Cottbus anknüpfen. Damit ist Emil Jula der letzte verbliebene Rumäne beim FCE. Nachdem er sich in dieser Woche immer noch nicht zu einer Verlängerung seines auslaufenden Kontraktes entschließen konnte, stehen die Zeichen auch bei ihm auf Abschied.
Am Mittwoch (19 Uhr) steht das mit Spannung erwartete Pokalviertelfinale gegen Hoffenheim auf dem Programm. Nach Freiburg und Wolfsburg könnte Energie den dritten Bundesligisten aus dem Wettbewerb werfen und sich 14 Jahre nach dem Erreichen des Pokalfinales erstmals wieder für das Halbfinale qualifizieren. Das könnte auch neue Impulse im Aufstiegsrennen geben.
Glückwunsch, Daniel!
Daniel Ziebig feierte gestern seinen 28. Geburtstag und betrachtet den neuen Dreijahresvertrag als Geschenk: „Ich fühle mich absolut wohl hier, identifiziere mich mit Cottbus und dieser Mannschaft. Es macht einfach Spaß“, so der Verteidiger. Pele Wollitz schätzt die läuferischen und kämpferischen Fähigkeiten seines Schützlings. „Auf Daniel Ziebig kann man sich verlassen. Und er ist ein integrativer Spieler mit großer Erfahrung, die dieser jungen Mannschaft gut zu Gesicht steht“, begründet der Trainer die Vertragsverlängerung. Daniel ist der „dienstälteste“ Profi im Team und bestritt bislang 112 Pflichtspiele. Sein Markenzeichen: Linksfüßer!

