
Ursula Plowa schrieb: „Es ist das Jahr 1936 auf dem heutigen Altmarkt. Das Eckhaus steht heute noch und ist der ‘Eingang’ zur Sprem. Lange war das große Geschäft unten ein Porzellanladen. Noch heute steht Geschirr aus diesem Geschäft in meinem Schrank . Weimarer Porzellan mit Goldrand und Lobensteingläser.
Das schmale Haus nebenan stand 1954, als ich nach Cottbus kam, nicht mehr. Längst ist es neu entstanden mit einer guten Fleischerei unten.“
Georg Müller mailte: „Damals war’s, 1936, da wurde im Zuge einer Verkehrsneuplanung im Altmarktbereich das Häuserquartier westlich des alten Rathauses abgerissen, gleichermaßen eine Rekonstruktion des Stadtgebäudes vorgenommen.
Am 7. Dezember 1937 konnten dann die Cottbuser ihr neues Rathaus und sein neues Umfeld einweihen und sich dessen bis zu seiner Zerstörung am 21. April 1945 erfreuen. Übrigens, im linken Bildhintergrund ist die Nr. 27 des Platzes, im Cottbuser Volksmund das ‘Kräutergewölbe’ genannt; in den 20er- Jahren wurde hier ein Drogenhandel eröffnet. Die Geschichte der im Bild dargestellten Häuser reicht bis in das 18. Jahrhundert zurück.“
Herbert Ramoth ergänzte dazu: „Auf dem Bild sind die letzten drei Häuser in Richtung zum Zugang Spremberger Straße zu sehen, und deutlich ist dieser dann auch im Bild rechts zu erkennen. Zwar kenne ich altersbedingt nicht die damaligen Geschäfte, weiß aber, dass sich heute in den Gebäuden ein Friseurgeschäft, der Gourmet-Fleischerladen und ein Café befinden (v.l.n.r.). Die auf dem Foto abgebildeten Autos sowie der Gebäudeabschluss (im Vordergrund links) – es könnte zum damals noch existierenden Rathaus gehören – sind ein weiteres Indiz für das Jahr 1936.“
Jürgen Klingmüller wusste interessante Details: „Diesmal ist B richtig. Bei den Bauarbeiten handelt es sich vermutlich um den Abriss der Häuser Altmarkt 6 und 7 im Jahr 1935/36. In dem Haus in der Bildmitte befand sich das Fotoatelier ‘Rosenkranz’. Dieses fiel jedoch nicht den Bomben im 2. Weltkrieg zum Opfer, sondern es wurde von den Russen angebrannt, weil der Fotograf Nazibonzen in Lebensgrösse ablichtete, ein deutschlandweit einmaliges Novum.
Nach dem Krieg hatte sich dann Walter Drangosch provisorisch mit seinem Antiquariat eingerichtet.“
Jens Pumpa schrieb: „Zum Bildvordergrund: 1935 wurden die Häuser auf den ursprünglich sieben Grundstücken abgerissen, so, dass das Rathaus (vorn im Bild links) auf dem nun vergrößerten Altmarkt frei stand. Hinten im Bild rechts sehen wir in die Spremberger Straße.“
