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Cottbus: Auf dem Weg zum Jugendstil

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Auf dem Weg zum Jugendstil

Diesmal haben wir zu unserem Rätselbild nur wenige Zuschriften erhalten. Georg Müller mailte uns: „Wir stehen diesmal etwa an der neuzeitlichen Bushaltestelle in der Schillerstraße und schauen auf die Mietshäuser Nr. 46 bis 49, architektonisch jede Fassade und Dachgestaltung ein Unikat; ob in späthistorischer oder auch neugotischer Architektur, also von ganz unterschiedlichen Stilrichtungen geprägt. Im Hintergrund ist schließlich die Nr. 50, das Eckhaus jenseits der Querstraße, der jetzigen Karl-Liebknecht-Straße, dass vor dem Ersten Weltkrieg das „Hotel Markgraf“ war und weiter gastronomisch genutzt wird. Als Bürgerstolz von damals ist unverändert zu lesen: „Eigener Herd ist Goldes wert“ – und noch ist nicht der baulichen Verschönerung genug.“
Die Schillerstraße ist architektonisch eine der fast durchgehend wieder schön restaurierten Straßenzüge. Das betrifft besonders die Westseite des südlichen Straßenteils. Das Haus Nr. 45 auf dem Foto ganz links, steht nicht mehr, die folgende Nr. 46 wurde 1897 erbaut und gehörte dem Tuchfabrikanten Felix Hirschmann. Die Fassade der Nr. 47 ist asymetrisch gegliedert, links der Eingang mit dem Treppenhaus und rechts eine zweigeschossige Loggia. Die folgende Nr. 48 in Richtung „Schiller-Apotheke“ wurde 1902 für die Architekten und Maurermeister Dümpert & Haucke fertiggestellt und durch die eigene Baufirma ausgeführt.
Alle drei Häuser zeigen den fließenden Übergang vom Späthistorismus zum Jugendstil innerhalb nur weniger Jahre.

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