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Cottbus: Der Tag fing mit dem „Morgen“ an

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Fast rohbaufertig präsentieren sich hier Häuser der Wendenstraße um 1984 / Anfang ‘85

Leser fanden in unterschiedlichsten Quellen Hinweise zur Aufnahmezeit:
Unser Cottbuser Leser Christian Lehm meint: „Das Bild stammt aus der Zeit um 1984. Das Wendejahr ist zu spät, denn der Oberkirchturm trägt noch keine Spitze. ‘Um 1984’ heißt aber sicher auch danach. Ich habe einen Bericht aus dem ‘Morgen’ vom 14. Juli 1984. Dort wird geschrieben, dass an diesem Tag die Grundsteinlegung für die Häuser an der Klosterstraße stattfindet. Hier ist die Häuserzeile in der Straße zur Klosterkirche schon fertig, das muss demnach nach 1984 gewesen sein.“
Wolfgang Bauch vom Fontaneplatz kann nicht auf die einst sehr beliebte DDR-Tageszeitung mit Bezirksteil auf der letzten Seite zurückgreifen. Er bedient sich der Quelle wikipedia und fand so heraus: „Das Wendische Viertel entstand zwischen 1984 und 1989 auf historischem Stadtgrund zwischen Berliner Platz und Oberkirchplatz vorwiegend in Plattenbauweise mit altstadttypischer Fassadenstruktur. Alte Bausubstanz, zum Teil in einem beklagenswerten Zustand, musste weichen. Dieser Wehrmutstropfen war wohl der defizitären Wirtschaftskraft der DDR im Kontext mit ihrem ideologischen ­Fokus auf moderne Plattenwohnungen geschuldet. Heute überwiegt das Positive: Das Ensemble ist gelungen, 1985 zogen die ersten Mieter ein, die Wohnungen sind bis heute begehrt. Ähnlich ist es beim Nikolaiviertel in Berlin, das zur 750-Jahr-Feier-Berlins 1987 neu entstand.“
Renate Brinke aus der Hagenwerderstraße freut sich: „Heute kann ich wieder mitreden. Die Lösung ist B, um das Jahr 1984. Bis Anfang der siebziger Jahre wurden in der Innstadt noch keine Neubauten errichtet und die im Bild im Bau befindlichen Platten sind typisch für die achtziger Jahre. Das abgebildete Wendische Viertel wurde ab 1984 neu bebaut. Da die Haube im Jahr 1988 auf den Turm der Oberkirche gesetzt wurde, scheidet die Wendezeit folglich auch aus.“
„Immer wieder super, eure Bilder“, findet Klaus Reiter aus dem Cottbuser Eschenweg. „Wir haben selbst bis 2009 im Wendenviertel gewohnt. Es war ein Erlebnis, nicht mehr mit Kohle zu heizen und warmes Wasser kam aus der Wand. Am 16.7.1984 war die Grundsteinlegung für das Viertel. Aus diesem Grund wurden viele alte Häuser abgerissen. Der Blick auf diesem Bild geht auf die Wendenstraße. Dort ist heute der Herrenausstatter zu finden. Rechts an der Ecke war eine sehr beliebte Gaststätte, die ‘LIPA’ (die Linde). Die ersten Mieter konnten 1985 die Wohnungen beziehen. Im Vordergrund ist schon die neue Trafostation zu sehen und links das ältere Gebäude war das Pfarrhaus. Man konnte von draußen immer die ganzen Ordner sehen.
Jens Pumpa aus der Rostocker Straße ergänzt: „Hier entstand erstmals im Denkmalschutzgebiet Altstadt Cottbus ein neues Wohngebiet. Im Bild ganz links erkennt man die Franziskaner-Klosterkirche, die sogenannte Wendenkirche. Die Wendische Kirche ist der Rest des ehemaligen Franziskanerklosters aus dem 13./14. Jahrhundert. Sie ist der  älteste Sakralbau von Cottbus. Rechts daneben erhebt sich der Gerichtsturm und unmittelbar rechts daneben die Oberkirche (ohne Turmaufbau).

Gewonnen hat heute Renate Brinke.

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