
Diesmal waren es sehr viele Zuschriften, Anrufe und Emails, die uns erreichten. Leider waren aber auch einige dabei, die nicht die Lieberoser Straße erkannten.
Horst Klausch schrieb: „Diese schöne Kneipe stand Ecke Lieberoser Straße und war von der Berliner Straße über ein paar Stufen zu erreichen. Ich erinnere mich an ein Aquarium im Gastraum, in dessen Nähe ich oftmals saß. Nach dem Abriss entstand ein neuer Stern etwas in die Karl-Marx-Straße zurück gesetzt, in dem ich aber nie heimisch wurde.“
Günther Clemens hat uns ebenfalls ganz persönliche Erinnerungen mitgeteilt: „Es ist die alte Gaststätte Zum Goldenen Stern. Die Gaststätte mit zwei Räumen war stets gut besucht, auch die Küche war vorzüglich. Links neben der Gaststätte war der Friseur-Salon Mahr und rechts ein kleines Schneidergeschäft. Die ältere Inhaberin hatte immer mindestens zehn Katzen. Über der Gaststätte wohnte die Familie Koal. Er war Drogist und Geschäftsführer in der ehemaligen Drogerie Persecke. Ganz oben unter dem Dach wohnten wir mit drei Kindern in drei kleinen Räumen ohne Heizung und einer Küche mit Kohlenherd. In den Wohnräumen sank die Temperatur im Winter bis auf Null Grad. Das Dach war schon etwas undicht. Wenn es stark regnete, saßen wir in der Küche mit aufgespanntem Regenschirm. Auf dem Flur befand sich unser Plums-Klo ohne Wasserspülung. Dort ‘wohnten’ wir von Juli 1961 bis November 1964. So etwas gab es Mitten in der Stadt Cottbus.“
Heinz Knobloch schrieb: „Im abgebildeten Gasthaus „Zum Goldenen Stern“ gab es eine umfangreiche Speisekarte mit sehr guten Gerichten, die von einer sehr freundlichen Bedienung serviert wurde. Vom Eingang links im Bild ging man links in den 1. Gastraum und dann nach einem Bogen nach rechts in den zweiten. Dort saß auch oft die Gräfin von Werben, die besonders zuvorkommend bedient wurde. Sie war ja wegen ihres extravakanten Kleidungsstils sehr bekannt. Heute ist an der Stelle eine kleine Grünanlage mit der Gaststätte Carthago.“
Horst Hauptmann wusste zum Bild: „Bis zum Abriss war dieses Lokal für viele Cottbuser ein Besuchermagnet. Vor allen Dingen besuchten die Soldaten der NVA und der Bereitschaftspolizei diese gastronomische Einrichtung. Das Haus wurde wegen des Neubaus der Wohnscheibe mit neuer Gaststätte mit gleichem Namen abgerissen. Nach 1990 wechselte der Besitzer und damit auch der Name.“
