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Das geschenkte Vetschauer Rathaus

Als „Ratskeller“ gute und leider auch mal schlechte Zeiten.

Erste Station der Sommerreise war der Markt in Vetschau

„Wir sind in Vetschau auf dem Markt mit seinen Barock- und Jugendstilhäusern“, schreibt Frank Irmer aus Cottbus. Und weiter: „Im Ratskeller ist heute ein Hotel. Im Hof dahinter gibt es Platz zum Ausspannen. Daneben befand sich damals die Sparkasse der Stadt. Darüber thront der Turm der wendisch-deutschen Doppelkirche. In der Kirchstraße links befindet sich im ersten Haus die Spreewald Apotheke.“ Auch Klaus Vogel aus Cottbus stellt fest: „Heute haben Sie den Vetschauer Markt mit seinem Ratskeller abgebildet. Im Hintergrund ragt der Turm der Deutsch-Wendischen Doppelkirche auf. Der Ratskeller wurde 1890 von Familie Griebenow errichtet und kurz nach der Fertigstellung an die Stadt verschenkt, die ihn als Rathaus nutzte. 1920 zog die Stadtverwaltung ins Schloss. Es folgte eine gastronomische Nutzung, die in der DDR-Zeit durch die HO fortgeführt wurde. 1991 wurde der Betrieb eingestellt. 1994/95 erfolgte eine umfangreiche Sanierung. 2011 musste der Ratskeller wegen Insolvenz schließen. Erst 2013 kam es zum Verkauf und seither wieder zur Nutzung als Hotel und Restaurant.“

Jens Pumpa aus Cottbus geht auf die Kirche ein: „Es ist die evangelische deutsch-wendische Doppelkirche. Sie verfügt bei gemeinsamem Turm und Sakristei über zwei nebeneinander errichtete Kirchenschiffe. Die wendische Kirche ist nach dem Dreißigjährigen Krieg entstanden. Als dann der Anteil deutschsprachiger Einwohner zunahm, wurde ab 1690 die deutsche Kirche angebaut.“

Blick in die Wendische Kirche in Vetschau, die vielfach für Konzerte und andere Kulturveranstaltungen genutzt wird. Foto: CGA-Archiv

Dietmar Schwiek aus Neißemünde fasst sich kurz: „Ich würde sagen, die erste Station ist Vetschau.“Deutlich ausführlicher widmet sich Manfred Gnida aus Spremberg unserem Ausflugsmotiv: „Die Sommerreise führt in den wunderschönen Oberspreewald in den 1302 urkundlich schon erwähnten Ort Vetzschaw, das heutige Vetschau. Von der Autobahn aus konnte man einst die besondere Form des Wasserturm wahrnehmen sowie die Schornsteine des um 1964 entstandenen und 1996 stillgelegten Braunkohlekraftwerkes. Erhaltene Sehenswürdigkeiten sind dieser Marktplatz mit Ratskeller, dahinter die Doppelkirche und (nicht im Bild) das Schloss mit Schlosspark (beschrieben in NIEDERLAUSITZ 20-24, s.61/62). Verloren ging leider in der Bahnhofstraße der Griebenow Park, um 1870/71 entstanden, mit der 1873 erbauten und in den 60er Jahren gesprengten Griebenow-Villa. Familie Griebenow hat den Ratskeller, einen zweigeschossige Bau im Neobarock, errichten lassen und schenkte das Haus der Stadt, die es ab 1892 als Rathaus nutzte. Der Ratskeller wurde als HO-Gasstätte bekannt, verfiel aber bis zur Wiedervereinigung in schlechten Zustand. Nach Besitzerwechseln erfolgte 2013 die Neueröffnung. Eine weitere Besonderheit ist die Doppelkirche mit zwei Kirchenschiffen. Im wendischen Teil gibt es heute Konzerte und Theateraufführungen. Von 1929 bis 1932 waren im August die Spreewälder Volks-und Trachtenfeste besondere Vetschauer Höhepunkte.

Klaus Reiter aus Cottbus schreibt: „22 km westlich von Cottbus liegt Vetschau. Wir sehen hier den Marktplatz und die Kirchstraße. Geradezu ist der Ratskeller, dahinter die Wendisch-Deutsche Kirche. Die Kirchenschiffe stehen nebeneinander und der Kirchturm gehört zu beiden evangelischen Kirchen. Ende des 13. Jahrhunderts ist die wendische Kirche gebaut. Bei Bränden wurde sie vollkommen zerstört. Am 31.3 1690 wurde der Grundstein für die deutsche Kirche gelegt. Ab 1977 hieß die wendische Kirche Landkirche und die deutsche Stadtkirche. Der Ratskeller wurde 1890 von Familie Griebenow als Backsteinbau erbaut. Ab 1892 wurde das Gebäude als Rathaus genutzt. Zu DDR Zeiten wurde die Gaststätte von der HO betrieben. 1994/95 wurde der Ratskeller saniert. 2011 wurde er geschlossen und 2013 erwarb ein neuer Besitzer das Gebäude und es wurde wiedereröffnet.“

Danke diesen und allen weiteren Autoren.

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