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Forst: Gefechtsstand im Keller der Schule

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Die „Jule“ fährt durch die Hochstraße an der Handelsschule in Forst vorbei

Ehemalige Handelsschule am heutigen Pestalozziplatz wurde Gymnasium:
Das markante Gebäude wurde diesmal leicht erkannt.
Frank Henschel mailt: „Das Bild mit der ‘Jule’ und dem alten ‘Georgianum’ hat mein besonderes Interesse geweckt. Vor allem interessiert mich der Verbleib der Figurengruppe auf dem Dach der Schule. Da ich die Aufnahme in die frühen sechziger Jahre datieren würde, gehe ich davon aus, dass das schöne Ensemble den Zweiten Weltkrieg überstanden hat. Möglicherweise kam die Figurengruppe Mitte der achtziger Jahre im Zuge von Umbaumaßnahmen vom Dach. Es wäre wunderbar, wenn dieser Beitrag neue Erkenntnisse zu diesem verschollenen Forster Schmuckstück bringen könnte.“
Gerda Kubaschk erzählt dazu am Telefon ganz ausführlich: „Das Bild zeigt den Blick vom Bismarckplatz und von der Hochstraße aus auf die einstige Handelsschule. Das war sie jedenfalls in den 1920er- und 30er-Jahren. Dort lernten mein Vater Wilhelm Voigt und meine Tante Erna Briesemann die Buchhaltung. Meine Tante lernte bei der Firma Hauswald-König, die haben Webgeschirr gemacht, eine Zuarbeit für die Tuchfabriken, nehme ich an. Was Webgeschirr genau ist, weiß ich leider nicht. Mein Vater hat in der kleinen Tuchfabrik Hase gelernt.
Was in der Nazi-Zeit in diesem schönen Backsteinbau war, weiß ich nicht. Nach 1945 war es jedenfalls die Berufsschule für alle Lehrberufe, also beispielsweise für kaufmännische Großhandelslehre, für Tischler und anderes Handwerk. Dort habe ich die kaufmännische Ausbildung erhalten. Da gab es eine sehr schöne Aula mit großen Fenstern, wie eines davon rechts über dem Eingangsportal zu sehen ist. Rechts und links davon sind die Klassenräume mit den kleineren Fenstern gewesen. Die Räume waren auch nicht allzu groß. Später wurde es das Gymnasium. Meine Tochter ging hier in den 1970er-Jahren hin. Heute ist es die Förderschule. Aber ich bin traurig, dass das Haus geschlossen werden soll, wenn die behinderten Kinder in den normalen Schulen mitlernen sollen. Ob das wirklich gut funktioniert für alle Kinder, kann ich mir nicht vorstellen. Und was wird dann aus diesem schönen Haus? Ich hoffe, dass es nicht auch verfallen gelassen wird.“
Hans Geschoreck  erzählt: „Es handelt sich hier um das frühere Gymnasium, später Handelsschule und heute Förderschule. Das Haus war in den Kriegstagen 1945 eine wichtige Stelle, um die Menschen vor den Angriffen hinter den dicken Mauern zu schützen. Hier war auch der Regimentsgefechtsstand untergebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt war es eine Handelsschule“, so Hans Geschoreck, der auch diesmal ein reproduziertes historisches Bild im Rahmen gewinnt. Herzlichen Glückwunsch, und danke allen Ratefreunden.

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